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Noboda  (Vaduz)
10/11-S

*n̄œb̀¡da (¥f¼m ~)
Unbekannt. Nach Ospelt 1911, 132 im Gebiet Noböchel.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 132: Noboden [ufm n̠œb̀¡da].
Nipp 1911,50ff.: Nonboden. Wohl NONUS 'der neunte' oder NONA (HORA) (in diesem Fall ist der Abfall des -a- nicht leicht zu erklären). Das Wort existiert appellativisch nicht mehr.
Nipp 1956, 57: Noboden. 'Melkboden', wörtlich 'Neunuhrboden'. Non < NONA HORA 'neunte Stunde' (gerechnet ab morgens 6 Uhr).

Wertung der bisherigen Deutungen
Der Familienname Mock als Bestimmungswort (wie etwa bei Moggaschlössli Triesen) kann aufgrund der historischen Belege, die bereits -u- zeigen, ausgeschlossen werden.

Deutung
'Boden, auf dem das Nachmittagsmelken abgehalten wird'. Bündnerdt. N̂on, mhd. n̂one f., eigtl. 'die neunte Stunde von 6 Uhr morgens an gerechnet, also nachmittags 3 Uhr', woraus 'Zeit zum Melken der Kühe (am Nachmittag)', daraus auch 'Nachtweide'. Es handelt sich hier um einen flachen, zum Melken geeigneten Weidboden. Gleich zu deuten sind auch Nonboda und Notola Triesenberg sowie die hier vorangehenden und folgenden No-Verbindungen.

Non
Boden