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Alta Stofel  (Vaduz)
1630 - 1760 m; 764,7 - 218,6 11-T

̄alt ̜st̓¡fÆ (d¼r ~ ~ / tsœm -½ ~ / b—m -½ ~ / fœm -½ ~)
Weide im südöstlichen Teil der Alp Pradamee, an der Grenze zum Triesenberger Gebiet von Malbun, vom Tälibach durchflossen; teilweise verwachsen.

Historische Belege
1483 staufel (AlpAV U 18; Z 4): "... an Irn ~ keine Recht ze gan haben ..."
1652 Stofel (LUB I/4; S. 244): "... am Zaunegg in Vaduzer Nachtsess, von dannen dem Zaun nach hinauf in den Vaduzer ~ vnd von dar hinauff wert vff die Eggen"
1762 Staffel (AS 2/8; 198r, Z 6): "... Stückhle (Gúth), So an den Vadúzner ~ anstosßen."

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 119: Altstafel [im alta st̠afl, auch st¡fl].
Beck 1953, 51: Alter Stafel. Zu Stafel m. 'Alpplatz, Lager, Melkplatz'.
Nipp 1956, 59: Alten Stafel. Die Bedeutung des Wortes Stafel ist noch lebendig.

Besprechung der Nennung
Ospelts Form scheint als Fem. sg. zu verstehen zu sein: auch andernorts sind nach Id. 1, 161 Pluralformen in den Singular eingedrungen und wird das Wort als Femininum aufgefasst (Jutz führt nur das Maskulinum an). Oder ist auch bei Ospelt eine Ausgangsform [bi d¼n ̓ah¡rna] zu vermuten?

Deutung
Zu rtr. stavel m. 'Platz bei der Sennhütte, Viehlager im Freien, Läger; Weidestufe'. Das Wort gelangte früh ins (alpine und voralpine) Alemannische und verbreitete sich dort als Lehnwort in zahlreichen Geländenamen. Es handelt sich um einen ehemaligen Hüttenplatz. Die Grundmauern der vormaligen Alphütte sind noch schwach zu erkennen.

alt
Stafel