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Nonboda  (Triesenberg)
1850 m; 766,0 - 219,0 12/13-S/T

ǹœmb́œd½, ǹ¥mb́œd½ (d¼r ~ / ”̠n- / ”m ~ / ¥s¼m ~)
Weide auf der Alp Sareis, südlich von Arala und Weidatanna1, teilweise flach. Örtlich identisch mit Bärgischwäsa.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 132: Nonboden [ufm nœnb̀œda].
Nipp 1911, 50ff.: Nonboden2 [dr n̠œb̀¡da]. Wohl NONUS oder NONA (HORA) 'neunte Stunde'.
Nipp 1924, 57, 105, 113: Noboda. Romanisch: 'Neunuhrboden', neun Uhr ist nach altröm. Zeitrechnung '3 Uhr nachmittags'; der Nonboden war also ein Melkboden.
Nipp 1956, 59: Noboda. No- < NONA (HORA) 'neunte Stunde' (von 6 Uhr morgens an; Melkzeit).

Besprechung der bisherigen Deutungen
Nipp deutet richtig.

Deutung
'Boden, auf dem das Nachmittagsmelken abgehalten wurde'. Bündnerdeutsch N̠on f., mhd. n̠one f., eigentlich 'die neunte Stunde von 6 Uhr morgens an gerechnet, also nachmittags 3 Uhr', woraus 'Zeit zum Melken der Kühe (am Nachmittag)', daraus auch 'Nachtweide'. Es handelt sich hier um einen flachen, zum Melken geeigneten Weideboden. Gleicher Hintergrund ist auch bei folgendem Notola und bei Noböchel Vaduz zu sehen.

Non
Boden