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Luggsabödali1  (Triesenberg)
1150 m; 760,65 - 218,85 7-T

ĺuÅs½b̊œd½l— (ts ~ / ¥fts ~ / ¥f¼m ~ / ab¼m ~)
Wald südlich des Gebiets Obera Guggerboda, an der Gemeindegrenze zu Triesen.

Historische Belege
1672 L̀uxenboden (GAT U 48; Z 10): "... So ist Erstens ein Stein hinder dem ggger Boden, beÿ dem Anhorn vnnd ~ genant ..."
1810 L̀uxis-Boden (GAT 5-10; fol. 2v, Z 18): "... von der Schmitten bis hinter die Eken únd von da bis an Kúker, únd ~ únterwärts liegt."

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 70: Luchsenboden, "früh.": [s luksisb̀¡da].
Seli 1915, 106: Luxisbödeli.
Ospelt 1920, 73: Luchsenboden. Diese Flur sei früher bewohnt gewesen, einer der Bewohner habe Luzius geheissen.
Frick 1951b, 209: Luchsenboden.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Ein Personenname als Bestimmungswort, wie Ospelt 1920 kolportiert, ist nur aufgrund der Form von 1810 (Luxis-) wenig wahrscheinlich, zumal weder die Aussprache mit [-Ås-] noch die Graphie -x- auf Luzius hinweisen. Es könnte sein, dass Ospelts Sprechform (mit ominösem "früh." versehen) sich ebenfalls auf die urkundliche Schreibung 1810 L̀uxis-Boden abstützt.

Deutung
a) 'Kleine ebene Fläche, wo sich Luchse aufhalten'.
b) Falls Ospelts Sprechform [s luksisb̀¡da] verlässlich sein sollte (was nicht wahrscheinlich ist), wäre eventuell weiterhin an einen Personennamen zu denken. Luzius dürfte dann allerdings ausscheiden.

Luchs
Boden