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Nieboda  (Triesen)
2050 m; 761,60 - 215,75 8-W

ń‘¼b̀¡d½ (d¼r ~ / ¥f½ ~ / ¥f¼m ~ / fœm ~)
Baumlose Weide in Lawena, östlich unter den Hochspeler. Umfasst Grossa Nieboda und Klina Nieboda.

Bisherige Deutungen
Nipp 1911, 52: Nieboden [n¼b¡d½]. Zu Nonboden (NONUS 'der Neunte' oder NONA (HORA)? Zweifelhaft.
Seli 1912, 111: Nieböden.
Nipp 1956, 59: Niaboda. Wohl zu No- < NONA (HORA) 'neunte Stunde'.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Die entfernte Hochlage der kleinen Weideterrasse auf über 2000 m ü. M., hoch über den Alpgebäuden, liesse einen Zusammenhang mit bündnerdeutsch N̠on f. 'Zeit zum Melken der Kühe (am Nachmittag)', 'Nachtweide' als sachlich möglich erscheinen, handelt es sich doch (mit Ausnahme von Obersäss und Rossboda) um die einzige flache Stelle im enormen Steilhang nordöstlich über der Lawenahütte. Dass hier die Kühe, wenn sie sich in dieser Höhenlage befanden, zum Abendmelken zusammengetrieben worden wären, ist nicht auszuschliessen.

Deutung
a) Ein plausibler Sachzusammenhang mit bündnerdeutsch N̠on f. 'Zeit zum Melken der Kühe (am Nachmittag)', 'Nachtweide' liesse sich wohl herstellen (siehe oben). Sprachlich dagegen (Vokal!) wäre der Ansatz kaum zu rechtfertigen.
b) Vielleicht mhd. niener 'nirgends', mda. niena, oder evtl. mhd. und mda. nie 'nie' als scherzhafte Bezeichnung, im Sinne von 'Boden, der (im umgebenden Steilgelände) nirgends oder nie zu finden, kaum der Rede wert ist'?

Non
nienen
nie
Boden