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Magrüel  (Triesen)
900 m; 759,3 - 217,0 6-U/V

m½gr̊¬¼l (~ / ¥f ~ / ¥f ~ / fœ ~)
Heuwiesen an der Lawenastrasse, südlich ob dem Haltmastock, von der Lawenastrasse durchquert, mit zu Ferienhäusern umgebauten Magerheuhütten.

Historische Belege
1672 Magrüell (GAT U 7; Z 14): "... Ob neben vnd vnder des Galle Riegen ... güetli, ~ genandt ..."
1683* Maggrüell (GAT Urb 1672; S. 10, Z 2-3): "Hanß Barbier ... ab seinem gúeth genant ~ ..."
1719 Magrell (AS 2/4; fol. 33v, Z 12): "... im ~ ein stückhle."
1719 Magriel (AS 2/4; fol. 66r, Z 12): "... im ~ ein stückhle büchel ..."
1730 Magrüell (AS 2/6; fol. 91r, Z 30): "... ein stückhlein [Acker] in ~ ..."
1733 Magrüel (AS 2/7; fol. 47r, Z 31): "... ein stückhle He wax in ~, stost gegen Rhein an die Alp Gasß, gegen berg an die Oxen Alp ..."
1777 Magriel (GAT Buch 24; S. 3, Z 10): "... 1 stúkh in ~ ..."
1788 Magerüll (AS 2/18; fol. I 7v, 4. Sp. Z 20): "... 1 Stuck Heúwachs im ~ ..."

Wertung der historischen Belege
Die nicht entstellten Belege geben die heutige Sprechform wieder.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 71: Magrill, Magrüel [i magrü¼l].
Seli 1912, 108: Magrül.
Stricker 1981b, 66: Magrüel. Vielleicht zu mask. *NUCARIOLU, also NUCARIUS 'Nussbaum' + Suffix -OLU.

Besprechung der bisherigen Nennung
Luzi ist sicher verschrieben für Lunzi.

Deutung
Artr. /nugarüöl/ m. 'Nussbäumchen', synkopiert zu /n½g'rüöl/ (Diminutivform zu rtr. nugh́er m. 'Nussbaum'); über spontanen (oder durch dt. im verursachten?) Anlautwechsel wurde daraus die heutige Form. Der Namentyp erscheint in Unterrätien weiter zumeist als Rumpfform (infolge Abfalls der unbetonten Anlautsilbe); vgl. etwa Grüel Sevelen, †Grülsrüti Rüthi, †Grülsgässli Gams.

nughèr