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Falsember  (Triesen)


Unbekannt. Nicht lokalisierbar; im Alpgebiet.

Historische Belege
1570 Falsember (SchäU 71; Z 7): "... in Trisner Alpp, in ainem Hang, haist ~ ..."

Wertung des historischen Belegs
Der einzige Beleg weist eindeutig ins Alpengebiet; offenbar handelt es sich um den Raum Gampergritsch.

Deutung
Zu artr. val ( da) schember 'Tal mit Arve(n)'. Der Name wurde sicher als */fal̜s̀emb¼r/ übernommen aus rtr. /v́al ̜z̀emb¼r/. Der so bezeichnete Ort liegt nach dem Belegkontext eindeutig im Alpengebiet von Triesen ("in Trisner Alpp, in ainem Hang, haist Falsember"). Seitter 1977, 35 sagt, dass die Arve seit 1903 in Liechtenstein angepflanzt werde, und weiter (für uns entscheidend), dass "bis heute erst ein autochthones Exemplar bei Gampergritsch im hinteren Valünatal, bei ca. 1750 m, festgestellt" wurde. Diese Angabe kommt hier wie gewünscht: sie erlaubt den Schluss, dass die als †Falsember bezeichnete Örtlichkeit ebendort, im Raum Gampergritsch, zu suchen ist - also im Weidhang, der (in westlich-nordwestlicher Exposition) im hinteren Teil des Alptals Valüna (Triesen) zur Schaaner Hochalp Gritsch emporsteigt, in der Mitte eines Dreiecks, das von den Alpgebäuden von Waldboda, Obersäss (beide Valüna) und Gritsch (Schaan) gebildet wird. Nördlich schliesst der Weidhang I da Lärcha an. Da †Falsember (laut Kontext) noch auf Triesner Gebiet liegen muss und Zonen unter 1700 m als Standorte für die Arve wohl weniger in Frage kommen, sind wir hier konkret in das Steilgebiet östlich über dem Obersäss verwiesen.

val
schember