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Speltene Mad  (Schellenberg)
6/7-C/D

Unbekannt. Gut im Riet.

Historische Belege
1720 Speltene Matth (AS 2/4; fol. 134v, Z 8-9): "Ein stückhle Riedtmatth im ~"

Deutung
a) Spalt, Spält m., 'Riedgras', etwa 'Segge (Carex L.)', auch 'Waldbinse (Scirpus silvaticus)', 'Stumpfblütige Binse (Juncus obtusiflorus)' (vgl. Id. 10, 208f.); auch als Spalt-, Speltgras oder -streu bezeugt, wird als Streu für das Vieh geschätzt (Id. 10, 222). Unklar erscheint in diesem Zusammenhang die Endung -ene in der Belegform 1720 Speltene Matth. Blosser Verschrieb für *Spelten Mad dürfte nicht vorliegen, denn auch in †Speltener Graben Ruggell, scheint eine Ableitung auf -en enthalten: wäre etwa zu Spalt m. 'Riedgras' eine adjektivische Ableitung *spälten 'mit Riedgras bewachsen' (?) gebildet worden? Die Bildung erschiene ungewöhnlich, sie ist in der Literatur nicht belegt. Siehe auch †Spelte Mad Mauren.
b) Oder besteht ein Zusammenhang mit dem für Ruggell bezeugten Familiennamen Spalt? Die Ableitung mittels -ene( n) schiene auch hier auffällig.

Spalt
Mahd