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Nonnenwald  (Schellenberg)
7-D/E

Unbekannt. Wald im Hinteren Schellenberg, beim Gantenstein.

Historische Belege
1794 Nonnenwald (GAE UB 231; S. 233, Z 17): "Hernach ist der hintere Gantnersteinwald getheilt worden. Da erhielten die Gampriner ihren Antheil hinten am ~ ..."

Deutung
a) 'Wald, der den Nonnen (also: einem Frauenkloster) gehört'. Der Name bezieht sich nicht auf das Schellenberger Frauenkloster, wurde dieses doch erst im 19. Jahrhundert gegründet. Vermutlich war der Wald im Besitz der Dominikanerinnen von Altenstadt bei Feldkirch, deren Geschichte ins frühe Mittelalter zurückreicht (vgl. dazu Podhradsky 1990).
b) Eine Zuordnung zu abgegangenem Nonne f. 'verschnittenes weibliches Schwein' (Jutz 2, 554; Id. 4, 765) und damit 'Wald, wo diese Schweine weiden' schiene gesucht.

Nonne
Wald