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Nolla  (Schellenberg)
570 m; 758,85 - 233,15 5-E

ǹœ̡l½ (d¼r ~ / —̠n- / —m ~ / us¼m ~)
Wiesen und Wald am Vorderen Schellenberg, nordöstlich vom Loch1, grösstenteils auf Ruggeller Gemeindegebiet, hügelig.

Historische Belege
1663 Nolle (AS 2/2; fol. 11r, Z 6-7): "... ein gúeth Jn der Egget genant, stost zúr ... 4. [Seite] an Eschnerberger Nolle Weingarth, Mehr 1 stúckh Weingarth im ~ genant ..."
1715 Nollen (PfABe d/14; fol. 1r, Z 3-4): "Ein ackher auff den ~ der Nollen ackher genandt sambt einem stückhle büehell im ~ ..."
1720 Nollen (AS 2/4; fol. 85v, Z 22): "Ein stúckh weingartten im ~ aúff Schellenberg."
1727 Nollen (AS 2/3; fol. 65v, Z 4): "... zweÿ Stückl Weingarten in ~ an Joseph Hopp von Schellenberg ... stossend ..."
1766 Nollen (AS 2/20; fol. I 4v, 4. Sp. Z 13): "... 1 Weingarten im ~"
1792 Nollen (RA 62/5-1792/12/7; fol. 1v, Z 15): "Ein Stúck Büchel in ~ ..."
1797 Nollen (RA 62/4-1797; fol. 2r, Z 27): "1 wingert in ~ ..."

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 80: Nollen, Noller, im - [im nœ̡la].

Deutung
a) Vermutlich zum heute abgegangenen Appellativ Nollen m. 'rundlicher Berggipfel'. Der Geltungsbereich des Namens hat sich auf die Umgebung der so bezeichneten Erhöhung ausgebreitet.
b) Möglich wäre auch Herleitung vom Familiennamen Noll, der im Unterland gut bezeugt ist (es gab einen Landammann der Herrschaft Schellenberg namens Christa Noll; vgl. Ospelt 1940, 47). In Nolla wäre dann ursprünglich eine elliptische Bildung *des Nollen ( Gut etc.) 'Grundstück einer Person oder Familie namens Noll' zu sehen. Siehe aber auch die Bedenken gegen diesen Ansatz unten bei †Nollenwald.

Nollen
Noll