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Koserloch  (Schellenberg)
570 m; 760,4 - 234,5 7-D

̅k̄¡s¼rl̀¡x (s ~ / —s ~ / —m ~ / us¼m ~)
Wald und Wiese im Hinteren Schellenberg, in der Hala2.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 60: Kaisersloch, in - [is ̅kas¼rs l¡x].
Frick 1969, 254: Kaisersloch. Wohl eher zu Lo( ch) 'Wald' als zu dt. Loch, da eigentliche Löcher und Höhlen hier fehlen.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Als Toponym bezeichnet Loch n. oft auch Mulden, also sanftere Geländevertiefungen, so dass das Fehlen eigentlicher Löcher oder Höhlen das Etymon nicht ausschliesst. Ospelts Lautform [̅kas¼r-] ist für Schellenberg nicht zutreffend; wohl aber für Eschen oder Mauren. In Schellenberg ist mhd. ei zu mda. [̠¡] geworden.

Deutung
a) Koser ist ältere Mundartform für den in Schellenberg verbürgerten Familiennamen Kaiser. Also 'Mulde einer Person oder Familie namens Kaiser'. Das Benennungsmotiv ist unbekannt.
b) Falls nicht zu Loch n. 'Vertiefung', evtl. doch zu älterem Lo( ch) m./n. 'Wald': 'Wald einer Person oder Familie namens Kaiser'.

Kaiser
Loch
Lo