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Fährlemäder  (Schellenberg)
5/6-D

Unbekannt. Gut im Riet. Vgl. Ferler Ruggell.

Historische Belege
1795 Fährlemädern (GASb 5-157/3; fol. 2r, Z 6): "Andertens der Gemeind Schellenberg die Maÿenatzúng welche ob dem obangeführten Scheid- oder Friedgraben gegen Berg zú liegt, nemlich vom Wiesleeck únd ~, ... alleinig ... zúgehören sollen."

Deutung
a) Fährle ist hier wohl kontrahiertes Fährlehen n. 'Fähre als obrigkeitliches Lehen'. Also 'Mähwiesen, die zum Fährlehen gehören' (siehe auch †Schechlesfährle Ruggell). Die Kontraktion von Lehen zu Lehn ist im Unterland nicht untypisch (ebenso in Werdenberg); so finden wir in Schellenberg etwa noch die Wachlabünt (< *Wachlehenbünt) 'Bünt, die zum Wachlehen gehört' (siehe dort) sowie in Gamprin den Namen Lehn 'Lehen(gut)'.
b) Zumindest lautlich auch möglich wäre 'Mähwiese, die in Verbindung gebracht wird mit Schweinen', zu mda. Färle n. '(junges) Schwein'. Siehe dazu Sumädle Gamprin.

Fahr
Lehen
Färle
Mahd