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Naafkopf  (Schaan)
2570 m; 764,710 - 214,470 11-X

n̄af̅k̀¡pf (d¼r ~ / ¥f½ ~ / ¥f¼m ~ / fœm ~)
Berg auf der Alp Gritsch, über dem Naaftal, an der Dreiländergrenze Schweiz-Österreich-Liechtenstein.

Bisherige Deutungen
Hopfner 1910, 178: Naafkopf. Wohl kelt. *NAFA 'Radnabe, Buckel'. Vgl. Nob-spitze in Vorarlberg, dazu Diminutiv Nafla Vorarlberg, Näfels GL, wohl alle zunächst für einen kleinen Berg gebraucht.
Ospelt 1911, 131: Naafkopf [d¼r n̠¡f̅k̀œpf].
Nipp 1911, 31: Naafkopf [n̠¡f̅k̀¡pf]. Zu Naaf. Berge werden häufig nach darunter liegenden Alpen bezeichnet.
Zösmair 1923, 29: Naafkopf. Zu einem Familiennamen Naaf (vgl. urkundlich 1555: "Hans Naw in Altenstadt bei Feldkirch" und andere mehr.
Nipp 1924, 101, 105: Naafkopf. Kelt. NABA 'Nabe'? Eher vom Hochtal Naaf < rom. NAVIS 'Mulde'.
Hopfner 1928, 64, 156: Naafkopf. Evtl. nach der ihm im Prättigau zu Füssen liegenden Alpe Nova. Vielleicht Kürzung des kelt. Flussnamens ANAVA 'Moosbach'.
Frick 1952b, 48, 62: Naafkopf. Name vom Gritscher Flurnamen Naaf.
Nipp 1958, 86, 88: Naafkopf. Naaf ist rtr. und bedeutet 'Schiff, Mulde, Senkung, Tal' < lat. NAVIS (lat. NOVUS ist begrifflich und lautgesetzlich weniger wahrscheinlich).
Tiefenthaler 1968, 214: Naafkopf. Das Etymon ist unklar. Benennung nach dem am Fuß des Naafkopfes liegenden Hochtal Naaf.
Frick 1974, 39: Naafkopf. Benennung wegen des Naaftales.

Besprechung der Nennung
Ospelt führt noch die mundartechte Aussprache mit -̠“- (Dehnung in offener Silbe) an (vgl. demgegenüber die heutige Kürze im /--/ unten bei Mederschlatt.

Deutung
'Felskopf über dem Gebiet Naaf'.

nava
Kopf