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Tscherpa  (Ruggell)
430 m; 758,55 - 234,85 5-D

t̜s̀Šrp½ (d¼r ~ / —n ~ / —m ~ / ¥s¼m ~ ), auch pluralisch (̡t- / —̡t- / —d½ ~ / ¥sd½ ~ )
Wiesen und Äcker nördlich des Dorfes, zwischen Nofler Strasse und Regelsträssle.

Historische Belege
1710 Scharbenacker (AS 2/23; fol. I 60v, 4. Sp. Z 10-11): "Der ~ ... Abwärts [und] Bergwärts [an] Bangswiesen, Rheinwärts [an] Landstraß."
1726 Scharpen Acker (AS 2/3; fol. 27r, Z 25): "Eústachius Marxer von Rúggell verkaúfft ... den Thinßen Acker in des Kemes Bündt gelegen ... abwerts an ~ ... stossend ..."
1727 Zarp̀y (AS 2/3; fol. 75v, Z 7): "... stúkh Feist Heú Gúeth in ~ genandt zú Rúggel ... gegen berg an Bangser Wißen, gegen Rhein an die Landtstrass oder Fallagass ..."
1793 Scherpen Ackher (RA 46-9; fol. 1v, Z 9): "... ein bangs Wis beý ~ ..."
1796 Scherckha (RA 35; fol. 1r, Z 16): "... Ein Bangx Wisle vnder dem ~ ..."

Bisherige Nennungen
Ospelt 1911, 97: Scherpen [d¼r t̜sŠrpa].
Ospelt 1911, 110: Tscherpen [im t̜sŠrpa].

Deutung
a) Aufgrund der frühen Belege wohl elliptische Bildung zu dem im Eschner Jahrzeitbuch belegten Familiennamen Scharp: *Scharpenacker 'Acker einer Person oder Familie namens Scharp'.
b) Oder allenfalls zu mda. Tscherpa m./f. 'Scherbe': 'Scherbenacker'? Der Benennungshintergrund wäre nicht erkennbar.

Scharp
Scherbe