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Mostmädle  (Ruggell)
6-D/E

*m¡̜stm̠Šdl“ (—m ~)
Unbekannt. Im Gebiet Tüfmeder/Halameder.

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 76: Mostmähdle [im m¡stm̠Šdle].

Deutung
a) Wohl umgestaltet aus ursprünglichem *Moos-Meder 'sumpfige Mähwiesen' (siehe auch Mostmeder Gamprin). Die volksetymologische Ablenkung könnte dadurch ausgelöst worden sein, dass mda. Moos n. in der Bedeutung 'Moor, Sumpf' in appellativischem Gebrauch abgegangen ist. Es lebt weiter in der Bedeutung 'Moos (Muscus)', gesprochen /m̠¡s/.
b) Oder allenfalls doch zu Most m. 'Saft von Äpfeln und Birnen', speziell 'Obstwein; saurer, vergorener Saft'? Vielleicht anekdotisch in Zusammenhang mit dem Getränk, das die Mähder dorthin mitzunehmen pflegten, etwa so, dass man dort «viel Most brauchte», vielleicht darum, weil es dort heiss ist und sich nur wenig Bäume als Schattenspender finden.

Moos
Most
Mahd