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Gudelana  (Planken)
8-J

Unbekannt. Vermutlich teilweise örtlich identisch mit Alpzinka.

Historische Belege
1428 G̀udalanen (GAE II/120; fol. 1r, Z 21): "... von dem stain (úf dem Molckenris) das ris herab in den Markstain der da stät an úli Vogts gút ~. Von demselben stain entwirhis úshin ob Gúdalane únd zwüschent dem Wald von ainem Markstain in den andern úntz herúm in den Markstain der da stät úf Gúdalänen Rain ..."
1428 G̀udalane (GAE II/120; fol. 1r, Z 21): "... von dem stain (úf dem Molckenris) das ris herab in den Markstain der da stät an úli Vogts gút Gúdalanen. Von demselben stain entwirhis úshin ob ~ únd zwüschent dem Wald von ainem Markstain in den andern úntz herúm in den Markstain der da stät úf Gúdalänen Rain ..."
1578 G̞udelanenn (GAP U 2; Z 3): "... so hinder Planckhenn vff Saroÿen, ab vnd vnderhalb ~, Ach vff Hanenbodenn gelegen ..."
1578 G̞udelannen (GAE II/121; S. 1, Z 14): "... Von wegen wn, weid, holtz, únd felde, so hinder Plancken vff Saroÿen únd ob Vnderthalb ~, ach vffen Hannenboden gelegen Etliche Nachpürliche Spen únd Irrngen Zegetragen ..."
1579 Gattlonen (GAP U 3; Z 3): "... Allppen mit namen Gafadúren, ~ vnnd Garselle ..."
1607 Gadlona (RA 10/2/8/2/10; fol. 1v, Z 9): "Jtem Ein Thannwald ob Planckhen zwischen den Bachen, stosst ... gegen dem berg hinaúf biß ahn Stúlz wie man in ~ geth."

Wertung der historischen Belege
Ein älteres Belegstadium zeigt ein /gud½l̀an½/; jünger scheint /gatl̀¡n½/ (mit Synkopierung des Zwischentonvokals und Verdumpfung des Tonvokals) vorzuliegen.

Deutung
a) Unklar. Artr. cant lung m. 'langer Stutz, langer Hügelkamm' kann mit grossen Vorbehalten erwogen werden. Der Verlust des /-n-/ in */kant-/ > /k½t-/ wäre in der Vortonstellung problemlos; die Reduktion von *-long > -lon (Entvelarisierung) ist weniger einsichtig (vgl. dazu immerhin ähnlich den verbreiteten Namentyp artr. camp lung 'langes Feld' > Gapluem; vgl. †Gambluem Balzers und †Garblum Triesen). Das Hinzutreten eines ausl. /-a/ stellt kein Problem dar, es kommt häufig vor. Falls die Lokalisierung des abgegangenen Namens im Raum Alpzinka stimmt, ist an den gleich darüber liegenden Namen Egg zu erinnern, der dieselbe Bedeutung wie rtr. cant enthalten würde.
b) Der Fall scheint entfernt an Soledun Wartau zu erinnern, älter gesprochen /sudl̇¬/ (Stricker 1981, 419f.). Zu ihm wurde keine überzeugende Deutung gefunden. Sollten die Namentypen /gudel̀on/ (Planken) und /sudel̀on/ (Wartau) in einem Verwandtschaftsverhältnis zueinander stehen, wäre dies am ehesten denkbar mittels einer Deutung von G- bzw. S- als sekundärer deutsche Elemente (der Präpositionen gen, ze): freilich scheint dieser Einfall angesichts des relativ frühen Belegs 1428 Gudalanen nicht recht wahrscheinlich. Ganz unklar bliebe weiterhin das für den Namen selber verbleibende */ud( e) lana/:eine Verbindung mit rtr. urlauna f. 'Schneehuhn' (Hdwb. Rtr. 975f.) wäre zwar lautlich möglich (mit Übergang */-rl-/ > /-dl-/ analog zu vorarlb. mda. Voradlberg < Vorarlberg); darüber hinaus ist für diese Ansatzmöglichkeit freilich keine Plausibilität ersichtlich.

cant
lung