Alle Gemeinden Balzers Triesen Triesenberg Vaduz Schaan Planken
Eschen Mauren Gamprin Schellenberg Ruggell  
Namensuche      Liste
Mostmeder  (Gamprin)
440 m; 756,75 - 230,20 3-H

m̀¡̜špm̄“d¼r (̌p- / —̌p- / —d½ ~ / f¡d½ ~)
Wiesen, Felder und Strasse im Riet, südöstlich der Industriezone und südlich der Broggmeder, an der Gemeindegrenze zu Eschen.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1920, 74: Mostmähder, die - [t m¡̜stm̠“d¼r].
Broggi 1978, 230: Mostmähder. Volkstümlich umgedeutet aus Moosmähder 'feuchte Mähder' (nach Alexander Frick).

Besprechung der bisherigen Nennung
Ospelt gibt den Namen in der Einzahl, während er heute als Plural erscheint.

Deutung
a) Wohl umgestaltet aus ursprünglichem *Moos-Meder 'sumpfige Mähwiesen' (siehe auch †Mostmädle Ruggell). Die volksetymologische Ablenkung könnte dadurch ausgelöst worden sein, dass mda. Moos n. in der Bedeutung 'Moor, Sumpf' in appellativischem Gebrauch abgegangen ist. Es lebt weiter in der Bedeutung 'Moos (Muscus), gesprochen m̓¡s.
b) Oder allenfalls doch zu Most m. 'Saft von Äpfeln und Birnen', speziell 'Obstwein; saurer, vergorener Saft'? Vielleicht anekdotisch in Zusammenhang mit dem Getränk, das die Mähder dorthin mitzunehmen pflegten, etwa so, dass man am betreffenden Ort «viel Most brauchte», vielleicht darum, weil es dort heiss ist und sich nur wenig Bäume als Schattenspender finden.

Moos
Most
Mahd