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Gut Greten Acker  (Gamprin)
4-E

Unbekannt. Gut im Feld, zwischen Gamprin und Ruggell.

Historische Belege
1721 g̀ute Gräthen (AS 2/4; fol. 164r, Z 4-5): "... Einen ackher im Neúen Felt gelegen, die ~ genandt ..."
1772 g̀ut Grethen-Acker (AS 2/9; fol. 113v, Z 6): "... eigen Stúck acker im Neüfeld ~ genannt, stosst ... gegen Berg an Graben Acker"
1778 gûth Gerthen acker (AS 2/13; F 26r, Z 27): "Ein Stúck Acker im Neüfeld gelegen, der ~ genannt, stößt ... gegen Rhein an die Gasß ... únd gegen Berg an den Waßergraben."
1778 g̀ut Gertenacker (AS 2/24; fol. I 58v, 4. Sp. Z 5): "1 Acker im Neúfeld, der ~ [stosst] ... Rheinwärts [an die] Gaß, Bergwärts [an den] Wassergraben."

Wertung der historischen Belege
Die jüngeren beiden Belege (1778) zeigen Umstellung -re- > -er-. Im Beleg 1772 ist g̀ut ohne Abstand mit Neüfeld zusammen geschrieben (also: "Neüfeldg̀ut Grethen-Acker").

Deutung
Für den Namen †Guetgreter Schaan, der sprachlich zu unserem †Gut Greten Acker passt, gibt Ospelt 1911, 50 die Aussprache [d¼r ǵu¼tgr̓“t¼r] an. Könnte nun trotz Ospelts [̓“] der Namenteil Greter als Ableitung zu Grat m. 'Bergkamm; längliche Erhebung' aufgefasst werden? Dann liesse er sich in Zusammenhang mit der Feldarbeit stellen, nämlich zum Verb gräten 'von der Mitte aus pflügen (wobei die Erde aus der zweiten und dritten Furche auf den Erdwall der ersten Furche geworfen wird, was zu einem regelrechten Grat führt)': Also vielleicht 'guter Acker, der «gegrätet» wird'?

gut
Grat
Acker