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Fallsbretscha  (Gamprin)
440 m; 756,45 - 231,40 3-G

f́alsbr̀“t̜s½ (d¼r ~ / —n ~ / —m ~ / f¡m ~)
Wiesen, Häuser und Strasse an der Grenze von Gamprin und Bendern. Die Strasse dieses Namens bildet die Trennlinie zwischen den Ortsteilen Gamprin und Bendern (siehe dazu Näscher 1988, 114).

Historische Belege
2. H. 15. Jh. Valls Britschunn (LUB I/2; S. 373): "ab des Lienhart Sṫols Britschunn in ~"
1480 fals britzschen (GAE III/10; Z 8-9) Die Falsau stösst "hinnen z an ~ als die marken zaigen vnd an gampriner veld niderwert an jos im hags vnd an Hans Ramgers g¯uter vnd owen ober z der vierden sitten vnd der langen sitten nach an jos im hags vnd ander von saletz gt och an schraman ow vnd an die ow genant langen erler ..."
1645 Falßprütschen (Pfäf 8; fol. 1v, Z 15-16): "... Die Benderer und Gampriner ... sollen ... durch die Mehrung der Stimmen jedes jahrs dreý underschidliche Prütschen zu Herbst Zeit bofflen, einlegen und umbzeunen: Benandtlich ... den ~ ..."
1676 Fals Pritschen (AS 2/2; fol. 63r, Z 3): "... ein stúckh Pritschen, in ~ gelegen ..."
1684 (1683) Faltz Pritschen (PfABe Urb 1684; S. 43, Z 22): "... ein Stukh Pritschen vnder dem Garten genant in der ~ ..."
1693 Floß Britschen (AS 2/1; fol. 124v, Z 22): "... ein stúkh britschen Jm ~ gelegen, stost ... gegen Schan an Pfron Gúeth zú Eschen ..."
1700~ pfaltz brütschen (Pfäf 22/16; 2. St., fol. 1v, Z 6): "Ein Stuck in ~ ..."
1700~ Faltz brütschen (Pfäf 22/16; 1. St., fol. 1r, Z 15): "Ein stuckh brütschen in ~."
1720 Falßbritse (AS 2/4; fol. 112r, Z 20): "Ein stúckh britsche in der ~ der Kläffler genandt"
1720 Falß Britschen (AS 2/4; fol. 113r, Z 2): "Ein stúckh britschen im ~ ..."
1721 Pfalß Britschen (AS 2/4; fol. 142v, Z 12): "Ein stückhle britschen in der ~ ..."
1722 Fallß brütschen (Pfäf 22/20; fol. 1v, Z 15): "Ein stuckh brütschen in ~ ..."
1729 Pfalzbritschen (AS 2/3; fol. 142r, Z 7): "... vertaúscht Micha¨el Pattliner ab Schellenberg ain Stúckh britschen in der ~ beý der Húrt gelegen ..."
~1743* fals brischen (RA 56; fol. 1b): "mer 4 stügli brischen in ~"
1780 Fallsbritschen (SchäU 207-209; 207, fol. 5a): "... an die darhinder gelegenen Bofelsgüter ~ weggerissen ..."
1794 Fallspritschen (GAE UB 231; S. 242, Z 1): "Die Maienatzngen so den Gamprinern gehören: ... ~ ..."

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 36: Fallspritschen [im fa̡lsbrit̜sa].
Frick 1973b, 251: Fallspritschen.

Besprechung der bisherigen Deutungen
An der keltischen Herkunft des Namens (DURON 'Festung') ist nicht zu zweifeln; beim Erstglied BEN(E)- gehen die Meinungen auseinander; angesichts der verhältnismässig jungen Belege ist hier Zurückhaltung am Platz.

Deutung
'Riedland bei (der Flur des abgegangenen Namens) *Falls'. Siehe die Ausführungen bei †Fallsbünt Au.

aual
Bretscha