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Oksaboda  (Balzers)
530 m; 757,55 - 214,75 4-X

̀¡ks¼b́¡d½ (d¼r ~ / ¥f¼n ~ / ¥f¼m ~ / fœm ~)
Südlicher Teil der Balzner Allmein, mit grossen Steinen durchsetzt.

Bisherige Deutungen
Nipp 1911, 41: Oksaboda. 'Ochsenboden'.
Ospelt 1911, 80: Ochsenboden [ufm ¡ksab̀¡da].

Besprechung der bisherigen Deutungen
Ospelt und Nipp nennen Belegformen, die von uns nicht exzerpiert worden sind. Ein Zusammenhang mit rtr. muot( ta) 'Hügel, Anhöhe' (RN 2, 213) ist, wie Nipp 1911, 29 erkennt, formal schwierig; es wäre denn, das auslautende /-a/ wäre erst nach der Verdeutschung analogisch zu einem ursprünglichen Plural */muots/ hinzugetreten. Eine solche Ablenkung wäre dann von den zahlreichen Namen ausgegangen, die im Alträtoromanischen auf -a auslauteten und mit der Verdeutschung diesen Auslautvokal teilweise fallenliessen (vgl. etwa Reggella Wartau gegenüber Iraggell Vaduz oder Ruggell, oder Prada Wartau gegenüber Prad Balzers; cf. Stricker 1981b, 346f.; Camenisch 1962, 111). In vorliegendem Fall müsste eine hyperkorrekte Anwendung des Prinzips in die entgegengesetzte Richtung angenommen werden, was freilich nicht sehr wahrscheinlich ist.

Deutung
'Weidegrund für die Ochsen'. Früher wurden als Zugtiere für Fuhrwerke hauptsächlich Ochsen verwendet. Da man diese das ganze Jahr über brauchte, wurden nicht alle auf den Hochalpen gesömmert. Einige blieben im Tal und wurden auf Allmendweiden wie den Oksaboda getrieben.

Ochse
Boden