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Gutenberg  (Balzers)
526 m; 756,580 - 214,750 3-X

g̀¬¼t¼b́Šrg (~ / ¥f ~ / ¥f ~ / fœ ~)
Burg Gutenberg. Örtlich identisch mit Burg und Schloss.

Historische Belege
1314* Gutenberg (LUB I/1; S. 181): "verzigend uns mit disem Brief aller Ansprach, die wir haben oder haben möchtind an dem Husz ~"
1319 Gutenberch (LUB I/5; S. 469): "... von fadutz die rihti gen ~ ..."
1319 GÒutemberg (LUB I/5; S. 475): "... von feldutze die richte gen ~ ..."
1322 GÒutenb́urch (LUB I/3; S. 428): "die Brch ze ~"
1339 Guetenberch (LUB I/6; S. 12): "... ouch vmb den chouff der vestinan Martzinens vnd vmb di losung der vestinan ~ ..."
1351 GÒutenberg (LUB I/3; S. 451): "darumb ich im ze l̇osen han geben, vnd in geantwurtt. sein vest ~."
1351 GÒutenberg (LUB I/3; S. 454): "gen seinen erben von der vest wêgen ze ~"
1359 G˚tenberg (LUB I/6; S. 15): "... die purg ze ~ vnd waz darz•v gehoret ..."
1368 G˚tenberg (LUB I/5; S. 123): "... die Vesti ~ in ... kurwalhen, mit aller zgeḣorunge ..."
1368* Gutenberg (LUB I/3; S. 324): "... die Vesst ~ ..."
1370 G˚temberg (LUB I/6; S. 17): "... von dannan den Rine vf vntz gen ~ ..."
Ende 14. Jh.* Guttenberg (LUB I/1; S. 410): "... von Hainrichen von ~"
Ende 14. Jh.* Guttenberg (LUB I/1; S. 410): "... von Hainrichen von ~"
15. Jh.* g˚tenberg (LUB I/4; S. 188): "hatt empfangen ... Hainrichs von ~"
1410* G˚temberg (LUB I/4; S. 186)
~1411 g˚tenberg (LUB I/1; S. 462)
1440 G˚tenberg (PfAT U 2; Z 1): "Jch Hanns Vaistli an der zyt vogt ze ~ ..."
1459 Güttenberg (LUB I/4; S. 175)
1459 Gütenberg (LUB I/4; S. 175)
1474 Guttemberg (PAW U 1; Z 1-2): "... die nachgeschriben gütter z vnnser vesten ~ gehörend ..."
1474 Guttemburg (PAW U 1; Z 7): "... aúf die benannt vnnser vesten ~ ..."
1482 Schlosß Güttenberg (RA 12/3/1/2; fol. 1v, Z 27): "... ~ ... daselbs zú Balzers Jre gerechtigkeith an den Hoff gütteren ..."
1499* Guettenberg (LUB I/2; S. 289): "so hett man ~ nit mögen spisen"
~1510 g˚tenberg (LUB I/4; S. 252): "... z ~"
1556 Guttenberg (PfABe d/5; fol. 4v, Z 6-7): "... gen Baltzers oder ~ zu bezahlen verfallen schuldig sein ..."
1614 Guettenberg (PfABe U 32; Z 25): "... und mit ... deß Edlen Vesten Casparn von Rambschwags, der Zeitt ... Vogts auf ~ ... offenlich besiglet ..."
1664 Schlosß G̀uettenberg (PfAS Urb 1664; fol. 3r, Z 7): "... Nichts aúßgenommen, dan dem ~ ... daselbst zú Baltzers Ihr gerechtigkait ..."
1721 Vest: Guetenberg (Heber-Karte)

Bisherige Deutungen
Hopfner 1910, 181: Gutenberg. Evtl. Übersetzung von Benedurum.
Ospelt 1911, 50: Gutenberg [uf g̓u¼tab́Šrg].
Hopfner 1928, 155, 159: Gutenberg. Vielleicht handelt es sich um eine Übersetzung des vermeintlichen Bene-durum 'Bendern'.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Es ist kaum anzunehmen, dass, wie Hopfner kühn vermutet, die Herren von Gutenberg ihren Namen dem Ortsnamen Bendern zu verdanken hätten.

Deutung
Da sowohl die früheste Geschichte der Burg als auch die Geschichte des Adelsgeschlechts der Herren von Gutenberg weitgehend im dunkeln liegt, muss unklar bleiben, worauf sich der Name der Burg letztlich bezieht.
a) Gutenberg könnte eine autochthone Bildung 'guter Berg' sein. Der Name wäre in diesem Fall vom Adelsgeschlecht, welches in den Besitz der Burg kam, an Ort und Stelle geprägt worden.
b) Das Adelsgeschlecht könnte seinen Namen auch an einem früheren Sitz angenommen haben, womit wir uns auf den Ansatz 'Burg der Herren von Gutenberg' beschränken könnten.


gut
Berg
Gutenberg