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Witriet  (Schellenberg)
433 m; 760,25 - 235,60 7-C

ẃ‘tr̀‘¼t, auch w̄‘tr̀‘¼t (s ~ / —s ~ / —m ~ / f¡m ~)
Feuchte Streuewiesen im Riet, östlich des Scheidgraba, am Hasabach, grösstenteils auf Ruggeller Gemeindegebiet. Örtlich identisch mit †Gross Riet.

Historische Belege
1788 Wit Rieth (RA 44-22; fol. 1v, Z 21): "Mer 6 Stuck streüe Meder in ~."
1795 Weitried (GASb 5-157/3; fol. 3r, Z 21): "Aúch solle die Gemeind Schellenberg wegen denen der Gemeind Rúggell in dem sogenannten ~ oder Aúen betroffenen Streüesätzen únter keinerleÿ Vorwand ... nicht das mindeste zú fo(r)dern haben."
1795 Weitried (GASb 5-157/3; fol. 2r, Z 16): "Drittens alle vorhandene Sommeratzúng sowohl aúf dem sogenannten Sommerried oder ~ ... belanget." [sollen ausgemessen und aufgeteilt werden]
1796 wit Rid (RA 62/6-1796; fol. 1v, Z 18): "1 streüe Mädle in ~ ..."

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 114: Weite Ried, das - [im wtri¼t].

Deutung
Angesichts der mda. Aussprache /wit-/ und /w̠‹t-/ sind denkbar:
a) Adj. weit, mhd. w̠‹t, mda. [w”t] 'weit, ausgedehnt nach Länge und Breite'. Also: 'sich weit erstreckendes Riedland'.
b) Mda. Wida f., mhd. w̠‹de 'Weidenbaum': 'Riedland mit Weidenbestand'.

weit
Weide
Ried