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Strubaböchel  (Schellenberg)
600 m; 759,45 - 233,45 6-E

̜str̄¥b½b̊œhÆ (d¼r ~ / —n ~ / —m ~ / f¡m ~)
Wieshang am Vorderen Schellenberg, zwischen den Gebieten Burg und Feld, teilweise steil, mit Büschen.

Historische Belege
1738 Str̀ubenbüchl (AS 2/20; fol. I 9v, 2. Sp. Z 11): "... ein Acker im ~"
1766 Str̀uben Büchel (AS 2/9; fol. 11v, Z 2): "... ein Stúckh akher aúf des ~ ..."
1766 Str̀uben Bühel (AS 2/20; fol. I 9v, 4. Sp. Z 11-12): "... 1 Acker aúf des ~"
1777 Str̀uben Büchel (AS 2/14; F 83r, Z 13): "Ein Stúck Heüwax aúf dem ~ ..."

Bisherige Deutung
Ospelt 1911, 106: Strubenbüchel, der - [im ̜str̠ubab̮œxl]. Strub ist Geschlechtsname in Eschen und Vaduz, als Adjektiv bedeutet strub 'widerharig, rauh'.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Das von Zehrer in die Diskussion gebrachte lat. SP¬RCUS 'schmutzig' (REW 8194) fehlt im heUTIGEN Rätoromanischen; es ist jedoch gemäss den Materialien des Dicziunari Rumantsch Grischun in Chur bezeugt für das Altengadinische als spuorch; auch für das Altsutselvische findet sich ein Beleg bei Adam Nauli (1618) mit spurghias (Fem. pl.) (freundliche Auskunft von Dr. Felix Giger). Damit ist der Worttyp für den alträtoromanischen Raum grundsätzlich annehmbar, und zwar wohl ebenfalls als /̜spuor̛c/; dies hätte mit der Verdeutschung zu einem Ergebnis */̜spurk( s)/ führen können. Für eine Verbindung mit unserem Spiers sind indessen die lautlichen VoRAUSSETZUNGEN nicht eigentlich gegeben, insbESONDERE beim Tonvokal, jedoch auch hiNSICHTLICH des auslautenden Nexus */-rks/, dessen -k- schwerlich spurlos geschwunden wäre.

Deutung
'Hügel, Anhöhe einer Person oder Familie namens Strub'. Der Familienname ist gut bezeugt.

Strub
Bühel