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Schersacker  (Schellenberg)
570 m; 759,05 - 232,90 6-F

̜s̄‰rs̀ak¼r (d¼r ~ / —n ~ / —m ~ / f¡m ~)
Wiesen und Häuser am Vorderen Schellenberg, nordöstlich der Strasse im Wedem.

Historische Belege
1690 Scherers Akher (PfABe 29/3; fol. 3v, Z 6): "Vlerich Müßner, vnd Neßa Strüfflin stifftent ab ihrem thail in ~ ..."
1721 Scheres Ackher (AS 2/4; fol. 151r, Z 14): "Der drittel an den ~ ..."
1738 Schersch Acker (AS 2/7; fol. 222v, Z 11): "... ein Stúckh Feist heú gúeth der ~ genant stost aúfwerts an die Eschner Reúthi ..."
1740 Scherschacker (AS 2/20; fol. I 3v, 4. Sp. Z 5): "... 1 Acker, der ~ [stosst] Aúfwärts [an die] Eschnerreúte."
1767 Scherersacker (AS 2/20; fol. I 19v, 4. Sp. Z 13): "... 1 Heúgút aúf ~ [stosst] Bergwärts [an die] Eschnerreúte."
1771 Scherß Acker (AS 2/9; fol. 91v, Z 5): "... Ein acker der ~ genannt ..."
1792 Scheerenacker (GA 62/5-1792/12/7; fol. 1v, Z 5): "Ein Stúck Ackers der ~ genant ..."
1796 Schersakher (RA 47-1796-1; fol. 1v, Z 23-24): "... ein stükhle Heü Gúeth im ~ gelegen, stost aúf werts an die Eschner Rüte ..."

Wertung der historischen Belege
Es wechseln sich Formen des Typs /Scherers Acker/ und mundartgemäss gekürztes /Schers Acker/ ab (letzteres analog zu mda. Lehr 'Lehrer', Pfarr 'Pfarrer'). Vereinzelt erscheint auch ein (zu einer Grundform Scher) schwach dekliniertes Scheerenacker. Die zweimal auftretende Schreibung Schersch Acker belegt die Entwicklung /-rs/ > /-r̜s/, die bei uns heute nicht mehr überall (vgl. noch bei mda. Ferschi 'Ferse') gilt, anderswo, so etwa in Werdenberg, noch volle Lebendigkeit hat.

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 97: Scherrersacker, im - [̜s‰r¼rs ak¼r].

Deutung
a) 'Acker des Scherers'. Zum veralteten Berufsnamen Scherer m. 'Barbier, Haarscherer; Chirurg, Wundarzt'.
b) 'Acker einer Person oder Familie namens Scherer'. Der Familienname ist im Unterland sporadisch bezeugt.

Scherer
Acker