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Konza  (Schellenberg)
570 m; 760,8 - 234,8 7-D

̅k̇¡nts½ (d¼r ~ / —¾- / —m ~ / us¼m ~)
Wieshang im Hinteren Schellenberg, an der Grenze zu Feldkirch, zwischen Höbschenacker und Rain, beidseits der Landstrasse.

Historische Belege
1784 K̀uenzen (PfATb Urb 1784; fol. 238r, Z 20): "... Ein Stúck im ~ gelegen ..."
1788 K̀unzen (RA 5/3/1; fol. 5r, Z 9): "... Stückle Büchel aúf dem ~ genant ..."
1793 Konzen (AS 2/20; fol. II 35v, 4. Sp. Z 4): "... 1 Stuck Ackers aúf dem ~"

Bisherige Deutung
Ospelt 1911, 63: Konzen, auf dem - [d“r ̅k¡ntsa].
Stricker 1981b, 179: Konzen. Evtl. wie Gonzen Wartau zu lat. *COMPTIA 'Herrichtung, Zubereitung'. Zu rtr. /k̀unt̜s½/, dessen /t̜s/ mit dem Sprachwechsel zu /ts/ wurde?

Besprechung der bisherigen Deutungen
Ein sachlicher Zusammenhang mit der Erzbereitung und damit eine Verbindung mit dem Bergnamen Gonzen ist hier doch schwerlich anzunehmen. Der Name wird deutsch sein.

Deutung
Wohl zum bereits früh bezeugten Familiennamen Kunz bzw. Kuonz. Als elliptische Bildung (etwa aus einem ursprünglichen *des Kuonzen Acker o. ä.) ist die heutige Form d¼r ̅k̇¡nts½ leicht erklärbar. Die Monophthongierung /®¡/ > /¡/ von mhd. uo vor nasaler Konsonanz ist ein wichtiges Kennzeichen zur Unterscheidung der Unterländer Mundarten von denen des Oberlandes, wo der mittelhochdeutsche Diphthong erhalten geblieben ist (vgl. unterländisch /ṫ¡/ 'tun' und /bl̇¡m½/ 'Blume' vs. oberländisch /t̀¬¼/ und /bl̀¬¼m½/).

Kunz