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Köbelesmeder  (Schellenberg)
433 m; 760,4 - 235,3 7-C

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Wiesen und Streuewiesen im Riet, zwischen Scheidgraba und Badböchel, beidseits der Nofler Strasse.

Historische Belege
1727 Köblis Meder (AS 2/6; fol. 4r, Z 27): "... ain Riedt Maad in ~ ..."
1765 Kübelis Mäder (AS 2/8; fol. 241v, Z 21): "... ein Stúckh Rieth-mad in den So genanten ~, stoßt aúf Werts an Graben ..."
1788 Köbles Medter (RA 83/3-14; fol. 1r, Z 17): "2 (stückhle ströwe Medter) inns ~ genandt"
1790 Kibeles Mäder (AS 2/20; fol. II 10v, 4. Sp. Z 2): "... die Riedmäder in ~ [stosst] Rheinwärts [an das] allgemein Ried, Bergwärts [an den] Herrnbühel."
1792 Küblismäder (GASb 5-243; fol. 1v, Z 24): "Maÿenazúng aúf Wisen únd Mädern ... der Gemeinde Schellenberg ... ~ ..."
1795 Kübelesmäder (GASb 5-157/3; fol. 2r, Z 12): "... Wie nicht weniger gegen die österreichische Gränzen das sogenannte Baadgütel únd die ~ ebenfalls ... alleinig [der Gemeinde Schellenberg] ... zúgehören sollen."

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 66: Kübelis-, Kuberlis-, Küblis-, Kibelismähder [s k̮œbilis m̠‰d¼r].
Frick 1990b, 30: Köbelesmeder. Besitzername + Mahd 'Stück Land, das jährlich gemäht wird'.

Volkstümliches
Die Ruggeller werden von den Schellenbergern «Köbelebuaba» 'Kübelbuben' genannt, vermutlich im Zusammenhang mit dem Rhein (manche meinen zwar, der Name komme aus der Zeit des Rheineinbruchs von 1927, als die Ruggeller an den Schellenberg flohen und dort mit Kübeln in der Sennerei Suppe abholen konnten). In den Köbelesmeder haben auch Ruggeller Besitz; der Name kommt vielleicht von daher.

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 61: Kirche, bei der - [bi d¼r ̅ki¼rx½].

Deutung
'Mähwiesen einer Person namens Köbele'. Der Rufname Köbele ist Koseform zum Vornamen Jakob.

Jakob
Mahd