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Witriet  (Ruggell)
430 m; 759,70 - 235,70 6-C

w̄Œtr̀‘¼t, auch ẃ‹t- (s ~ / —s ~ / —m ~ / ¥s¼m ~)
Sumpfiger, mit Schilf, Binsen und Gras bewachsener Grund an der Landesgrenze zu Vorarlberg (Stadtgemeinde Feldkirch), im Riet. Vgl. auch †Sommerriet.

Historische Belege
1719 Wieth Riedt (AS 2/4; fol. 19r, Z 13): "Eins [Ströhmadt] im ~"
1720 weiten Riedt (AS 2/4; fol. 85v, Z 16-17): "Ein strohmadt in dem ~."
1720 wieten Rieht (AS 2/4; fol. 85v, Z 16-17): "... mädtle im ~"
1724 Widried (AS 2/20; fol. I 2v, 4. Sp. Z 9-10): "... Streúemad zú Rúgell im ~, das Jselmad genannt Abwärts [an den] Friedgraben."
1725 Wied-Ried (AS 2/5; fol. 92r, Z 5): "1 Stückle Strohý Mad aúf ~ in der Ißlamad ..."
1757 Weit Ried (AS 2/8; fol. 87v, Z 14): "... 1 Streüe Mad im Rúggeller ~ gegen Rhein an die Rúggeller gemeinds Thaill ..."
1788 Weit Reidt (RA 83/3-15; fol. 1v, Z 1): "... ströwe Madt in Rúgeller ~"
1791 Witried (AS 2/23; fol. II 16v, 4. Sp. Z 3): "... Streúe Mad aúf dem ~ ... Abwärts [an den] Hasenbach ..."
1792 Wiedriedt (GASb 5-243; fol. 1r, Z 29): "Das allgemeine ~ oder große Riedt ..."

Bisherige Nennungen
Ospelt 1911, 114: Weite Ried [im wtri¼t].
Ospelt 1911, 115: Wiedried.
Frick 1990b, 30: Witriet.

Deutung
a) Wohl zum Adj. weit, mhd. w̠‹t, mda. [w”t] 'ausgedehnt nach Länge und/oder Breite', jedenfalls sofern kurzes /i/ massgebend ist. Witriet n. heisst dann 'sich weit erstreckendes Riedland'.
b) Eine Verbindung mit mda. Wida f., mhd. w̠‹de f. 'Weide, Weidenrute' ist wohl nicht herzustellen, obwohl die mundartliche Aussprache von Wit- hier zwischen /wit/ und /w̠‹t/ schwankt.
Siehe auch Witacker.

weit
Weide
Ried