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Weienau  (Ruggell)
430 m; 758,65 - 236,75 5-B

ẁ‰›́¡®, älter ẃ‰›¼ǹ¡® (t ~ / —t ~ / —r ~ / ¥sd¼r ~)
Waldstück nördlich des Dorfes, zwischen Bangserwesa und Lettagiessa, östlich und westlich des Parallelgrabens; der Wald wurde in den dreissiger Jahren angepflanzt.

Historische Belege
1488 Wyenaw (PfABe U 10; Z 1): "Wir ... usz ~ ... Bekennen ..."
1631 Weienauw (U 72; Titel): "... zwüschet der Stoffelauw vnnd ~;"
1721 Wèyenaw (Heber-Karte)
1753 Wèyenàu (AS 2/23; fol. I 16v, 4. Sp. Z 12): "1 Bangswies in ~ [stosst] Aufwärts [an den] Wassergraben ..."
1757 Wèyen Àuw (AS 2/8; fol. 87v, Z 4): "... acker in ~ ..."
1759 Weyen (AS 2/23; fol. I 43v, 4. Sp. Z 3): "1 Wies am ~ aúf Bangswiesen."
1759 Wèyen (AS 2/8; fol. 138r, Z 15): "... ein bangs Wiß am ~ ..."
1765 Wèyen Àuw (RA 44/I/4; fol. 5r, Z 11): "... ein wis aúff ~ gelegen ..."
1804 Weienàu (AS 2/23; fol. II 65v, 4. Sp. Z 13): "1 detto (Wies) alldort (aúf Banchs) in der ~."

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 114: Weienau [ir wŠia-n-̀¡u].
Frick 1990b, 32: Weienau. Weie + Au.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Die historischen Belege stützen die These von Frick 1955 und Broggi 1978 nicht; sie bleiben den Nachweis dazu schuldig. Die Verbindung mit dem auf Borstgras verweisenden Worttyp Soppen 'steifes Borstengras (Nardus stricta)' (Id. 7, 1227) entbehrt damit der Grundlage.

Deutung
Zu mda. Weih m., Weie f. 'Weihe (Circus)' (habichtartiger, in offenen, oft feuchten Landschaften lebender, auf dem Boden oder im Röhricht brütender Raubvogel; teils auch für andere grosse Raubvögel, etwa den Milan [Falco milvus] verwendet): Also: 'Teil, des Gebiets Au, in welchem Weihen nisten'.

Weih(e)
Au