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Limsa  (Ruggell)
450 m; 758,7 - 233,75 5-E

l̀Œms½ (̗t- / i̗t- / id¼r ~ / ¥sd¼r ~)
Flach ansteigendes Wiesland östlich des Oberwilers, nördlich des Brüechliswalds.

Historische Belege
1719 Limbse (AS 2/4; fol. 18r, Z 31): "... büchel oder Mager hegt in der ~ genandt ..."
1719 Lünßen (AS 2/4; fol. 19r, Z 1): "Ein stückhle in der ~ ..."
1720 Liembse Wießle (AS 2/4; fol. 98v, Z 5): "... das ~"
1725 Laimbsa (AS 2/5; fol. 93v, Z 9): "... 1 Stückle gút die ~ únd Saúrgreß genant ..."
1731 Limbsen (AS 2/6; fol. 96v, Z 23): "... büchell gúeth in der ~ ..."
1762 Limbßen (AS 2/8; fol. 184v, Z 28): "... mager Heügúth in der ~ ... gegen Rhein an So genannten Hof ..."
1794 Limsen (AS 2/23; fol. II 11v, 4. Sp. Z 16): "... Feist únd Magerheúgút im ~ ... Bergwärts [an den] Brüchleswald."
1798 Limsen (RA 31/5/42; fol. 1r, Z 21): "... überein gekommen, daß der Gemeind Schellenberg ihre Waldatzungsgränzen bies an den ~zaún únd bies aúf die hohle Gassse gehen sollen ..."

Wertung der historischen Belege
Der Name wird mehrheitlich als Femininum behandelt: /in der Limse( n)/.

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 69: Limsen, Limseneck [i d¼r limsa].

Deutung
Unbekannt. Ein Bezug auf den Weilernamen Lims Grabs (zwischen Werdenberg und Quader; Stricker 1974, 169f.) scheint uns nicht weiterzubringen, wenigstens falls der dort vorgeschlagene Ansatz rtr. glim m. (Eb) 'Schwelle' aufrecht zu erhalten ist: dann wäre das dort auslautende -s als altes Flexionsmorphem (sog. «Ortsnamen-s») zu betrachten, das schwerlich durch eine jüngere Anfügung (Limsen) in den Inlaut versetzt worden wäre.