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Frickgraba  (Ruggell)
430 m; 759,450 - 236,250 6-B

fr̀Œkr̄ab½ (d¼r ~ / an ~ / am ~ / fœm ~)
Entwässerungsgraben entlang der Landesgrenze zu Vorarlberg, mündet in den Spiersbach; in dieser Form selten verwendet, volkstümlich ist Grenzgraba. Örtlich identisch mit Grenzgraba und Hasabach.

Historische Belege
1724 Friedgraben (AS 2/20; fol. I 3r, 2. Sp. Z 4): "... Streúemad zú Rúgell im Widried, das Jselmad genannt [stosst] Abwärts [an den] ~"
1766 Frid-Graben (PfAM 43/13; fol. 2r, Z 21): "... Hew boden, das Güettle genannt ... Einwert an den ~"

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 39: Friedgraben [am fr̓“dgr̠aba].
Frick 1955, 88: Friedgraben. 'Grenzgraben', zu mhd. vride 'Ruhe, Einfriedung'.
Broggi 1981, 166: Frickgraben. Zu Friedgraben.
Frick 1990b, 34: Frickgraba. Fridgraba, zu einfrieden 'abgrenzen, einzäunen'; Fridgraba > Friggraba > Frickgraba.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Ospelt 1911 führt noch die vielleicht primäre Ausspracheform [fr̓“dgr̠aba] an.

Deutung
Mda. Fridgraba m. 'Grenzgraben'; die heutige Schreibung mit Frick- ist aus der Assimilation von /-d-/ an /-g-/ entstandene Umdeutung.

frieden
Graben