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Fräscher  (Ruggell)


Unbekannt. Nach Ospelt 1911, 38; vermutlich im Riet, an der Landesgrenze zu Vorarlberg (Stadtgemeinde Feldkirch).

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 38: Fräscher, beim -.
Nipp 1911, 24: †Fräscher. Vielleicht zu FRAXINUS.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Nipps Vermutung kann stimmen.

Deutung
Unsicher. Zu rtr. fraissen m. 'Esche'? Sicherer dorthin zu stellen ist Frassa Triesen; in unserem Fall wäre von einer sekundären deutschen Ableitung auf -er zu einem *Fräscha auszugehen (für 'Ort mit vielen Eschen'); eine solche deutsche Bildung würde aber voraussetzen, dass ein *Fräscha 'Esche' als Reliktwort im Alemannischen weitergelebt hätte. Dazu gibt es keine Hinweise; Mätzler 1968 sagt jedenfalls nichts. - In Deutschbünden lebt rtr. fraissen weiter als Frassa Malans, Fraissa Valendas, Freischa Fanas, urk. 1515 Fraissen Tschiertschen. - Der vorrömische Namentyp Fräsche m./f. 'begraster Lawinenstrich, sehr steile Grashalde in den Bergen' fällt hier naturgemäss (Höhenlage!) ausser Betracht.

fraissen