Alle Gemeinden Balzers Triesen Triesenberg Vaduz Schaan Planken
Eschen Mauren Gamprin Schellenberg Ruggell  
Namensuche      Liste
Eingrabenwies  (Ruggell)


*̄¡gr̠ab½w̓“s (i d¼r ~)
Unbekannt. Nach Ospelt 1911, 33 im Gebiet Bangs, nördlich des Dorfes.

Historische Belege
1720 Grabe Wieß (AS 2/4; fol. 98r, Z 23): "... in der ~ aúff Banchs ..."
1726 Eingraben Wieß (AS 2/5; fol. 163r, Z 25): "... die ~ aúf Bangs ..."
1736 in Graben (AS 2/7; fol. 107r, Z 21): "Item ein Bangs Wiß ~ genandt ... abwerts an Andreas Öhris Zigel Dach ..."
1762 Eine Graben Wieß (AS 2/8; fol. 179v, Z 27): "... ein bangs wiß die ~ genannt, stoßt ... gegen Rhein an die Fahr Gasß ..."
1765 ein Graben ... Wis (RA 44/I/10; fol. 1r, 1. Sp. Z 23-24): "... ein bamgx [sic] wis die ~ vndt Rein Wis."
1767 Grabenwies (AS 2/23; fol. I 17v, 4. Sp. Z 18-19): "Die ~ aúf Bangs."
1793 in Graben [Wiß] (RA 46-10; fol. 1v, Z 6): "... ein stúkh Wiß aúf Bangs die ~ ..."
1796 in Graben wis (RA 35; fol. 1r, Z 14): "... Ein Bangx Wis die ~ ..."
1808 Eingraben (AS 2/23; fol. II 4v, 4. Sp. Z 38): "Bangswies die ~ an der Dúllen genant."

Wertung der historischen Belege
Die Belege zeigen durcheinander /Grabenwis/ und /Eingrabenwis/. Letzteres könnte sehr wohl verhochdeutschtes mda. Igraba (zu dt. Eibe, mda. Iba, f./m.) enthalten; vgl. Igraba Schaan.

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 33: Eingrabenwies [i d¼r ̄¡gr̠abaw̓“s].

Deutung
a) Nach den Belegen scheint das Kompositum Grabenwis f. 'Wiese, durch die ein Graben führt' (oder 'Wiese, die an einem Graben liegt') zu einer Bildung Eingrabenwis 'Wiese, durch welche nur ein einziger Graben führt' umgebildet worden zu sein.
b) Allerdings könnte wohl auch ein ursprüngliches *Igraben '«Eibengraben»', verfehlt verhochdeutscht zu Ei( n) graben, angesetzt werden (siehe oben): die von Ospelt notierte Aussprache mit mda. [̄¡-] wäre dann als irrtümliche Interpretation aus diesem Ei- hervorgegangen. Dies ist dann denkbar, wenn der Name auch für Ospelt nur mehr urkundlich vorhanden war (was offen bleibt). Vgl. auch Igraba Schaan.
c) Ein Zusammenhang mit einem E-Graben m. 'Grenzgraben' (Id. 2, 680) wird durch die historischen Formen nicht gestützt.

eins
Eibe
Graben
Wiese