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Sumädle  (Gamprin)
440 m; 756,170 - 229,900 3-I

s̓¥m̄Šdl‡ (¹- / ¥f¹- / ¥f¼m ~ / f¡m ~)
Wiesen und Felder im Riet, im nordöstlichen Teil des Tentscha, westlich am Kanal.

Historische Belege
1721 Sàumadt (AS 2/4; fol. 164v, Z 13): "Ein stúckh [gúth] aúff den ~"
1724 Sàu-Mad (AS 2/5; fol. 67v, Z 4): "... dz ~ aúf dem Bahnried ..."
1792 Sàu Mad (RA 46-6; fol. 1v, Z 1): "... ein Streüe Mädle aúf dem ~ ..."

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 94: Saumahd, im Eschner Ried das - [im s̓um̉ad].
Frick 1954c, 133: Saumahd. zu dt. Sau.

Wertung der bisherigen Nennung
Ospelt gibt eine elliptische Form Schaaner zu dem in den Belegen gesicherten alten Namen Schaaner Acker.

Deutung
a) Eventuell ist Sumädle pejorativ für 'kleine, schlechte, unergiebige Mähwiese'. Sau- dient in Zusammensetzungen oft zur negativen Verstärkung (vgl. Ausdrücke wie Sauwetter, oder Flurnamen wie Sauloch, Saustech Balzers).
b) An eine Bedeutung 'kleine Mähwiese, auf der nach dem Grasschnitt die Schweine weiden (dürfen)' ist wohl kaum zu denken, da bei solcher Nutzung die Wiese in kurzer Zeit in knietiefen Morast verwandelt wäre.


Sau
Mahd