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Steia  (Gamprin)
500 - 700 m; 760,00 - 229,30 6/7-I

̜st̀Š›½ (d¼r ~ / ts¬m ~ / —m ~ / f¡m ~)
Teils steiler Waldhang am Nendler Berg, östlich ob Nendeln, zwischen Rain und Oberschaffletwald.

Bisherige Nennung
Ospelt 1920, 77: Steien, im - [im ̜stŠia].

Deutung
a) Der Name ist wohl gemeinsam mit dem Fall Steia Rüthi zu betrachten: Dieser (er bezeichnet einen Dorfteil in Waldnähe) gehört zu einem artr. *fastei m. 'Holzrunse, Gleitbahn für Holz, Runse an einem steilen Waldhang'. Die Deutung passt auch bei uns sehr gut.
b) Damit entfällt wohl die Notwendigkeit, alem. Stije f. 'Schweinestall, viereckiger Verschlag um etwas aufzubewahren, Vorrichtung zum Fischfang' (vgl. Id. 10, 1556) hier anzusetzen. Der Ansatz erscheint etwa für die Entlebucher Steie-Namen (Waser 1996, 1022). Jutz 2, 1284 nennt den Worttyp s. v. Steig f./m. [̜st̠Œg]; er würde formal durchaus auch passen, da /̜st̠Œg/ und /̜st̠Œ›/ im Alemannischen schwanken können.

fastei