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Schwibboga  (Gamprin)
440 m; 756,400 - 230,940 3-H

̜sw̓Œb̄¡g½ (d¼r ~ / ts¬m ~ / b—m ~ / f¡m ~)
Häuser in Bendern, südlich unter Kirche und Pfarrs Acker.

Historische Belege
1641 Schweinbogen (PfABe 27/17; fol. 1r, Z 12): "... ein Pündt ..., stoßet ..., unden und aber neben zúo an den Rhein, und gemeltes gottshaúß [Bendern] aigen gúot der ~ genandt ..."
2. H. 17. Jh. Schwinbogen (PfABe LB 1682; S. IV 79, Z 21): "... auß dem ~ 2 fueder gefüehrt [Ulerich Hopp von Gampprin] ..."
1678 Schwinbogen (GAR U 23; Z 19)
1678 Schweinbogen (GAR U 23; Z 10): "... von dem Tenschen graben bis an ~ oder Benderer Platen ..."
1684 Schwin bogen (PfABe Urb 1684; S. 137, Z 10): "... ein Pünthelin in der Rehin Gaass gelegen stost vnderhalb gegen den Rehin an die Eschen dan an den ~ ..."
1751 Schweinbogen (RA 11/7/3; fol. 2r, Z 24): "... sambt ... ~ ..."
1762 Scheinbogen (GAE II/113; fol. 1r, Z 5): "... daß ... Gottes Haúß zúe S. Lútzi zúe Benderen mit der ... Gemaindt Eschen Gamperrin mit ainanderen der sogenanthen ~ gúetiglich vorstanden ..."
1798 Schweinbogen (GAE II/181; fol. 1r, Z 17-19): "Gleicherweis aúch überlaßt die Gemeind Eschen denen von Gamperin ihren Antheil an dem ~; jedoch sollen die von Eschen berechtiget seýn den ~ aúf Zehn Jahr lang zú Nútzen"

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 100: Schweinbogen, im - [im ̜swb̠¡ga].
Frick 1954c, 132ff.: Schwiboga. Nicht zu dt. Schwein, dafür erscheint in den Mundarten und Flurnamen sonst stets Sau. Stattdessen zu Schwibbogen 'steinerne Bogenbrücke'.
Frick 1956, 73: Schwiboga.

Wertung der bisherigen Nennung
Ospelt gibt eine elliptische Form Schaaner zu dem in den Belegen gesicherten alten Namen Schaaner Acker.

Deutung
'Schwebebogen, steinerner Bogen über ein Gewässer'. Der Name bezeichnet hier ein Gebiet, in dem einst eine gewölbte, steinerne Brücke stand.

Schwibbogen