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Hurd  (Gamprin)
3-G

Unbekannt. Gut im Fallsbretscha zwischen Gamprin und Bendern.

Historische Belege
1640 Hurd (RA CXLV 1639-1648; S. 28, Z 22): "Ambtspruch ..., daß Steffan Hop solle schuldig sein ausser deß Moranten hauß von der Gaß gleich vnder der ~ ain Stapfen zu geben, daß ain weibsbild mit ainem Khorb auf dem Khopf dorüber khunde steigen."
1729 H̀urt (AS 2/3; fol. 142r, Z 7): "... vertaúscht Micha¨el Pattliner ab Schellenberg ain Stúckh britschen in der Pfalzbritschen beý der ~ gelegen ..."

Wertung der historischen Belege
Interessant die Bemerkung im Belegkontext 1640, wonach ein «Stapfen», also eine Übersteigvorrichtung (bei einem Zaun, einer Mauer) so beschaffen sein müsse, dass "ein Weibsbild mit einem Korb auf dem Kopf darüber steigen könne". Das Tragen (von Körben usw.) auf dem Kopf (bei Frauen) war demnach früher auch hierzulande üblich!

Deutung
Zu mda. Hurd f. 'Hurde, Flechtwerk aus Ruten'. Das Wort kann viele verschiedene Vorrichtungen bezeichnen, die aus einem Rutenflechtwerk erstellt sind. So könnte unser Name etwa auf einen 'geflochtenen Zaun', ein 'Gattertor', eine 'Knüppelbrücke' usw. hinweisen.

Hurde