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Hölzlebünt  (Gamprin)
570 m; 758,00 - 232,72 4/5-F

h̋œltsl‡b̊¥nt (t ~ / —t ~ / —d¼r ~ / f¡d¼r ~)
Wiese und Wald in Gamprin, nördlich des Boia, an der Gemeindegrenze zu Ruggell.

Historische Belege
1720 Holzels Pündt (AS 2/4; fol. 123v, Z 6): "Ein stúckh feist únd mageres in des ~"
1743 Hölzlesbündt (AS 2/23; fol. I 55r, 1. Sp. Z 2): "Melacker [stosst] Aufwärts [an die] ~ ..."
1766 Höltzles Bünndt (AS 2/9; fol. 19v, Z 10): "... ein Stúckh Gúth in Staúden gelegen, stoßt gegen Benderen an des ~, gegen berg an Boýenwaldt ..."
1777 Hölzlisbündt (AS 2/22; fol. I 26v, 4. Sp. Z 6): "1 Heúgút ins ~ [stosst] Aufwärts [an das] St. Lútzylehen ... Rheinwärts [an die] Kratzern, Bergwärts [an den] Tannenwald."
1783 Hölzlisbünd (AS 2/24; fol. I 20v, 4. Sp. Z 12): "Des ~ in Stúden [stosst] ... Rheinwärts [an die] Kratzern, Bergwärts [an den] Tannwald."

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 57: Hölzlisbünd, in - [is h̋œlzlis b̊unt].

Deutung
'Eingezäunte (Haus-)Wiese, die einer Person oder Familie namens Hölzle gehört'. Dass im Namen ein Familienname enthalten sei, lassen schon die oben gegebenen Belege vermuten; die Annahme wird bestätigt durch einen Eintrag im Benderer Jahrtagverzeichnis 1690 (PfABE 29/3), wo ein "Georg Höltzle" erwähnt wird. Der Abfall der Genitivendung -s in der heutigen Namensform ist somit ganz jung, hat aber bereits dazu geführt, dass der Name falsch als *'eingezäunte (Haus-)Wiese im kleinen Wald' (oder gar nicht mehr) verstanden wird.

Hölzle
Bünt