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Wert  (Mauren)
460 m; 759,70 - 232,00 6-F/G

w̠“rt (d¼r ~ / —n ~ / —m ~ / f¡m ~)
Wiesen und Häuser im unteren Dorfteil, gegen das Riet hin, zwischen Purtscher und Hala.

Historische Belege
1677 Werdt (AS 2/2; fol. 65v, Z 3): "... verkhaúft sein aigen Haúß aúf dem ~ in der Gemaindt Maúren gelegen ..."
1686 Wert (AS 2/21; fol. I 76v, 4. Sp. Z 3): "1 Stuck Gút zú Maúren aúf dem ~."
1721 Werth (AS 2/4; fol. 145r, Z 3): "Einen ackher aúffm ~"
1725 Werdt (AS 2/5; fol. 100r, Z 16): "Dz drittl Weingartbethle aúf dem ~"
1803 Wert (RA 14/2/15; fol. 1v, Z 5): "Ein detto (Weingarten) aúf dem ~."

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 114: Werth, im - [ufm w̠“rt].
Frick 1955, 79: Werth. Zu mhd. wert 'Insel, Halbinsel, Ufer, erhöhtes wasserfreies Land zwischen Sümpfen'; dazu wohl auch Werdenberg.
Broggi 1981, 207: Werth. 'Insel, Halbinsel, erhöhtes wasserfreies Land zwischen Sümpfen' oder 'Ufer', was hier zutrifft.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Aufgrund der geringen Meereshöhe hat der vorröm. Typ DRAUSA 'Alpenerle' (REW 2767a; RN 2, 130), rtr. draus( sa), dros( sa) hier wohl nichts zu suchen. Ospelts und Nipps Angabe zur Aussprache ist insofern in Zweifel zu ziehen.

Deutung
Werd m. 'Flussinsel, Landstrich zwischen Fluss und stehendem Gewässer, trockengelegtes Land'. Gleicher Herkunft und in vergleichbarer Lage befindlich sind auch Werdenberg Grabs (am See) und Werden Grabs (im Unterdorf, am Grabserbach).

Werd