Alle Gemeinden Balzers Triesen Triesenberg Vaduz Schaan Planken
Eschen Mauren Gamprin Schellenberg Ruggell  
Namensuche      Liste
Wei  (Mauren)
6-G

Unbekannt. Gut beim Weier.

Historische Belege
1698* we̮y (LUB I/4; S. 496): "Ain Egartten genant ~ stost an den weÿer"

Deutung
a) Unklar. Falls dem vereinzelten, unechten Beleg zu trauen ist, könnte die Form einen Reflex von mhd. ̠‹ enthalten, das bei uns im Hiatus und im Auslaut zu /̀e›/ diphthongierte. Vielleicht also zu mda. Weih( e) m./f. 'Weihe', mhd. w̠‹e, ahd. w̠‹o, dem Namen verschiedener grosser Raubvögel? Damit wäre †Wei eine elliptische Bildung in der Bedeutung 'Ort, an dem sich Weihen aufhalten'. Siehe auch †Weiacker, evtl. Weile.
b) Ein Zusammenhang mit dt. Weiher m. wird formal nicht möglich sein: für eine Kurzform des (hiesigen!) Typs Pfarrer > Pfarr oder Lehrer > Lehr scheinen die Voraussetzungen zu fehlen (Stammauslaut auf -r). Anders und günstiger scheinen die Verhältnisse bei Weile (siehe unten) zu beurteilen.

Weih(e)