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Schnäbeler  (Mauren)
490 m; 758,76 - 231,60 5-G

̜sn̓Šb¼l¼r (d¼r ~ / —n ~ / —m ~ / f¡m ~)
Abfallendes Wiesland über dem südwestlichen Dorfeingang, zwischen Wegacker und Oberguet.

Historische Belege
1. H. 16. Jh. Schnebellis acker (LUB I/2; S. 334): "acker genant des ~, stost abherwertzs an Andras Schribars selgen witwa vnd z der andren sitten an die almain, hinda an mines herrenn vnd der closter herrenn gt, nebenz an Adla Marxerri ..."
1. H. 16. Jh. Schnebelis acker (LUB I/2; S. 335): "ab ainem acker genantt des ~, stost obherwertzs an Andras Schribers selgen witwa, z der andren sitten an die allmain ..."
~1700 Schnebeler (Pfäf 22/17; 2. St., fol. 1v, Z 19): "... ein acker auf ~ jhm thael gelegen deß Scheipfers ackher genandt ..."
1724 Schnebler Acker (AS 2/5; fol. 81r, Z 2): "... der ~ sambt der fesen ..."
1726 Schnebeler (AS 2/3; fol. 30r, Z 25): "Jacob Welti von Maúren ... verkaúfft ... ein Stúck Acker aúf Giedigen, der ~ genant ..."
1772 Schnäbeler (AS 2/9; fol. 120v, Z 25): "... Ein Stúck acker aúf Güedigen gelegen der ~ genannt, stosst ... gegen Rhein an die Gass ..."
1779 Schnäbeler (RA 7/4/20; fol. 6v, Z 30): "... únd aús eim Stückle Acker der ~ genannt, im Giedigenfeld ..."
1779 Schnäberleracker (RA 7/4/20; fol. 2r, Z 3): "aús einem Stückle Acker der ~ genannt"
1795 Schnäbeller (RA 7/4/29; S. 30, Z 26-27): "Das Müsnerlehen ... bestehet ... 9no: Aús einem Stück Heügút aúf dem ~ ... stoßt ... gegen Schaan an die Weingärten ..."
1795 Schnäbelleracker (RA 7/4/29; S. 30, Z 13): "Das Müsnerlehen ... bestehet ... 7mo: Aús einem Stück dito (Acker) der ~ genannt, ... stoßt ... gegen Berg an die Statthaltereÿ Eschen, gegen Schaan an die Weingärten ..."
1806 Schnäbeler (AS 2/21; fol. II 52v, 4. Sp. Z 10): "1 Stuck Aker aúf Gütigen der ~ genant [stosst] Aufwärts [an] Priorat S. Johann ... Bergwärts [an das] Herrschaftgúth."

Wertung der historischen Belege
Die beiden ältesten Belege (1. H. 16. Jh.: Typ Schnebelis acker) zeigen, dass der Name ursprünglich zusammengesetzt war aus dem Besitzernamen Schnebeli und dem Grundwort Acker. Später wurde dieser Acker elliptisch und als mask. -er-Ableitung der Schnebeler genannt; gelegentlich erscheint auch eine Mischform Schnebeleracker (oder Schnäbeler-).

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 99: Schnäbeler [im ̜sǹŠb¼l¼r].

Deutung
Schnebeli, zweimal im Eschner Jahrzeitbuch (1. H. 16. Jh.) im oben zitierten Kontext bezeugt, ist sicher Personenbezeichnung, wohl Familienname, der sonst bei uns allerdings nirgends erscheint. Also 'Acker einer Person oder Familie namens Schnebeli'.

Schnebeli