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Schindler  (Mauren)
6-G

*̜sndl¼r
Unbekannt. Gut am unteren Dorfrand, bei Hinderbüela.

Historische Belege
nach 1665 Schindeler ackher (PfAM UJ 1665; fol. 110r, Z 8): "... Einen ackher hinder Büelen gelegen, stoßset ... gegen Veldkierch an so genandten ~ ..."
1698* schindtler (LUB I/4; S. 483): "Ain Stúckh hinder dem Püchlen ob dem ~ gelegen"
1769 Schindeler (AS 2/9; fol. 61r, Z 3): "... ein Stúckh heü Gúth im ~ ..."
1773 Schindler (AS 2/9; fol. 144r, Z 5): "... ein Stückle Acker hinterm Büllen der ~ genannt, stosst ... gegen Veldkirch an die Gaß ..."
1773 Schindleracker (AS 2/21; fol. I 55v, 4. Sp. Z 8-9): "Der ~ hinter Büelen [stosst] ... Abwärts [an die] Gaß und das Herrschaftgút, Rheinwärts [an das] Herrschaftgút ..."

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 98: Schind( e) ler, der - [d¼r ̜sindl¼r].

Deutung
Elliptische Form, enthaltend die Berufsbezeichnung Schind( e) ler m. 'Schindelmacher, Dachdecker', aufgrund der historischen Belege 'Acker des Schindelmachers'. Angesichts der Lage der Örtlichkeit wohl auszuschliessen ist direkte Ableitung der Ortsbezeichnung von Schindel f. 'dünnes, schmales Brettchen zur Bedachung oder Wandverkleidung von Häusern' mittels kollektivem -er (mask.) in der Bedeutung 'Ort, wo es gutes Holz für Schindeln hat' bzw. 'Ort, wo Schindeln gemacht werden'.

Schindel