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Leuis  (Mauren)
6-G/H

Unbekannt. Gut im Riet südlich des Dorfes, beim Undera Bretscha. Offenbar örtlich und sprachlich identisch mit †Saläus.

Historische Belege
1698* Löwiss (LUB I/4; S. 483): "ried im ~, gant im wexel mit St. Petters güeter zú maúren"
1698* löwis (LUB I/4; S. 489): "Ein mannmadt an ~ gelegen stost an die algemaine"
1698* löwiss (LUB I/4; S. 493): "Vierman mad Pritschen in ~"
1698* Löwiss (LUB I/4; S. 525): "zweÿ Manns Maden in der ~"
1698* Löwiss (LUB I/4; S. 527): "in ~"
1698* Löwiss (LUB I/4; S. 532): "Ein Viertentheil in Bopperer Madt, stost an den Newen Graben, vnnd an ~"
1698* Löwis (LUB I/4; S. 545): "Acht Mannmadt in ~ gelegen, stossen vornen an des Beederlings hoff gegen dem Schanwaldt an die Alte Eschen zúr 5ten an die Algemain"
1700* Löwiss (LUB I/4; S. 483): "~ in Saläws in vnteren prütschen"
1782 Lèuis (RA 11/2/8/57; fol. 2r, Z 20): "Ein Stúck Pritzen im ~ oder Untern Pritzen gelegen ..."

Deutung
Sekundäre Kurzform zu †Saläus (über Abfall der vortonigen Silbe Sa-). Wie unter †Saläus ausführlich dargelegt, bleibt der Typ einstweilen ungeklärt. Ob der Feldkircher Name Leuisbünt (vgl. VNB I/5, 110) ebenfalls hieher gehört, scheint nicht unwahrscheinlich (wenn auch in den vorhandenen Belegformen jede Spur eines Anlauts Sa- fehlt); weiterhelfen kann er uns indessen auch nicht; eine Verbindung mit dem Familiennamen Leu will zur Form Leuis nicht passen. Der Feldkircher Name Levis (loc. cit.: [l̀‰f—s]) scheint ohnehin in eine andere Richtung zu weisen (vgl. loc. cit. die historischen Belege).