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Höll  (Mauren)
500 m; 759,15 - 232,20 6-F

ḫœ̡l, älter h“̡l (t ~ / —t ~ / —r ~ / f¡r ~)
Markanter Hangeinschnitt über dem Dorf, zwischen Heraböchel und Lutzfeld.

Historische Belege
1689~ Hell (Pfäf 13a; 4. St., fol. 1v, Z 15): "dan grad darnebet in der ~ genambt ... im Muren bezirckh, extra nostros limites, beziehen wier auch uß zweÿen äckheren den Zecheten"
1734 Hell (AS 2/7; fol. 53v, Z 8): "... einan halben acker in der ~ genant ..."
1782 Höll (RA 11/2/8/57; fol. 1v, Z 6): "... ein Stücklÿ gút, in der ~ genant, gelegen ..."
1790 Hill̮y (AS 2/21; fol. II 12v, 4. Sp. Z 7): "Ein Weingarten in der ~."

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 57: Hölle, Held, Hell, Höhl [i d¼r h“̡l].

Volkstümliches
Das Gebiet heisst so, weil es hier sehr warm ist. Beim Arbeiten war es heiss «wie in der Hölle».

Deutung
Mda. Höll f. 'Hölle' erscheint in Flurnamen oft für abgelegene, steile, steinige, sumpfige oder sonst ertraglose Geländeabschnitte; hier offenbar mit Blick auf den markanten, schluchtartigen Einschnitt des Höllbachs.

Hölle