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Habbünt  (Mauren)
6-G

Unbekannt. Nach Ospelt 1911, 51 beim Freiadarf, also im südwestlichen Dorfteil gelegen.

Historische Belege
1767 Habb Bünthle (AS 2/9; fol. 34r, Z 8): "... ein Stúckh Heügúth im ~ ..."
1767 Habbündt (AS 2/9; fol. 40v, Z 3): "... ein Stúckh Heü Gúth in der ~ ..."
1767 Halbbündt (AS 2/21; fol. I 3v, 4. Sp. Z 2): "1 Heúgút in der ~."
1802 Haberbündt (AS 2/21; fol. II 54v, 4. Sp. Z 7): "1 Stuck Heúgút in der ~."

Wertung der historischen Belege
Der Beleg 1767 Halbbündt ist wohl verschrieben; es dürfte (örtlich) sicher hierher gehören.

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 51: Habbünd, in der - [i d¼r hap̊unt].

Deutung
a) Wohl kontrahiert aus *Haberbünt f. 'eingezäuntes Grundstück, auf dem Hafer angepflanzt wird'. Weitere Belege für diese in der historischen Belegreihe zu unserem Namen bezeugte Kürzung Haber > Hab fehlen allerdings. Siehe auch Habrüti Ruggell.
b) Oder aus ursprünglichem *Hagbünt (mit Assimilation /-gb-/ > /-̡b-/) 'mit Lebhag umgebene Wiese'?
c) Schwerlich mda. Hab f. 'Viehstand, Herde, Rudel', allgemein 'Besitz' (vgl. Jutz 1, 1281ff.; Id. 2, 865f.): 'eingezäuntes Grundstück für die Viehherde'?

Haber
Hag
Bünt