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Freiadarf  (Mauren)
459 m; 759,11 - 231,74 6-G

fr̀Š›½d́arf (s ~ / —s ~ / —m ~ / f¡m ~)
Häuser im Gebiet Darf, an der Abzweigung der Rosenstrasse von der Darfstrasse. Nach Ospelt 1911, 39 örtlich identisch mit †Jodagass.

Historische Belege
1698* fre̮yendorff (LUB I/4; S. 480): "Ein pünntlein genant ~, stost zú zweÿen seithen an die gassen"
1698* fre̮yen dorffs (LUB I/4; S. 491): "Zween theil eines madts, stost zú zweÿen seithen an die algemein, davon der dritte theil in den hoff des ~ gehörig"
1698* fre̮yendorff (LUB I/4; S. 491): "Ain hoffstatt zü ~, stost vornen an die Strass"
1698* fre̮yen dorff (LUB I/4; S. 552): "Thebús Galli ... ab seiner Pündt zúm ~ oder Steinboss genant, in Maúrer Kirchspel so gegen dem Rhein an die Landtstrass, vnnd ans Tobel ab seinem ackher, genant der Klögeckhler, in Eschner Kürchspühl ..."
1775 fre̮yen Dorff (AS 2/9; fol. 176v, Z 17): "... ein Haúß Hostat samt Beÿliegender Pündt im ~ genannt ..."

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 39: Freiendorf [im fr̀‰iad¡rf].
Büchel 1916, 35: Freiendorf. Die meisten Bewohner von Mauren waren in alter Zeit Lehenleute oder Dienstleute. Nur im sogenannten «Freiendorfe» hatten sich Freie angesiedelt. Da wohnten die wohlhabendsten Bürger.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Aufgrund der älteren Belege sicher nicht, wie Tschugmell/Marxer 1978 meinen, nach dem einstigen Gemeindevorsteher Simon Fehr benannt.

Deutung
'Dorfteil der Freien; Dorfteil, in welchem die Nicht-Leibeigenen wohnen'. Vielleicht besteht ein Zusammenhang mit der jüdischen Gemeinde am Eschnerberg: weist Freiadarf auf die rechtliche Stellung der Juden hin? Vgl. dazu Burmeister 1991, 153-176.

frei
Dorf