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Foksweid  (Mauren)
6-G

*f̀œksw̄ad (i d¼r ~)
Unbekannt. Gut im Riet, bei Langmad und Hinderbüela.

Historische Belege
1603 Fuchsweid (RA CXLV 1602-1605; fol. 9r, Z 32-33): "Item in der ~ zwen theil ahn einem acker."
1756 Fanxs Weid (AS 2/8; fol. 52r, Z 17): "... acker hinter Büelen in der ~ genannt [stösst] ... gegen Berg an das Ried."
1756 F̀uchswa̮yd (AS 2/8; fol. 66v, Z 5): "... ein acker hinter Büelen die ~ genannt ..."
1762 F̀ux-Waid (AS 2/8; fol. 194v, Z 20): "... ein Stuckh ackher in der ~, stoßt ... gegen berg an das Langmaad."
1783 F̞uxweid (AS 2/14; F 99ar, Z 1): "Ein Stück Acker in der ~ ..."
1785 F̀uchsweid (AS 2/21; fol. I 44v, 4. Sp. Z 2): "1 Acker in der ~ hinter Büelen [stosst] Abwärts [an den] Graben ..."
1830* Fux Weid (PfAE SR 1755; S. 21, Z 28): "... Hinter Bühlen auf der ~ ..."

Wertung der historischen Belege
Die Form 1756 Fanxs Weid ist stark verfremdet, gehört aufgrund der Lokalisierung aber sicher hierher.

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 40: Fuchsweid [i d¼r fœksw̠ad].

Deutung
a) 'Weide, wo sich Füchse sehen lassen'.
b) Liegt hier der sporadisch belegte Familienname Fuchs oder allenfalls ein Übername für einen rothaarigen oder schlauen Menschen vor: also etwa 'Weide einer Person oder Familie namens (bzw. genannt) Fuchs'? Dann wäre freilich *Fuchsaweid zu erwarten.
c) In einer Mundartwörtersammlung von 1915 wird unter dem Stichwort Fox auch die Bedeutung 'halbausgewachsene Tanne' verzeichnet (vgl. Schädler 1915, 18): vielleicht also 'Weide, auf der eine halb ausgewachsene Tanne steht'?
d) Als Fuchs bezeichnet der Bauer überständiges stehendes oder bereits gemähtes, durch vielen Regen gelb-rot gewordenes Gras (vgl. in der oben erwähnten Wörtersammlung auch die Bedeutungsangabe 'Fuder halbverregnetes Heu'). Ob hier eine Deutung als 'Weide, wo man «Fuchs» ernten musste' in Frage kommt, bleibt offen.

Fuchs
Weide