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Rosseschen  (Eschen)
4/5-H

Unbekannt. Nach Ospelt 1911, 91 im Riet, im Gebiet Rormeder.

Historische Belege
1795 Rosß Esch (RA 7/4/29; S. 28, Z 5-6): "Das Feldspergerlehen ... bestehet ... 6to: Aús einem Stück Riedmad im Jeger genannt ... stoßt ... gegen Berg an die ~."

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 91: Roßeschen, bei der -.
Frick 1953c, 257: †Rosseschen. Zu Rooss 'Hanfgrube'.
Broggi 1981, 176: Rosseschen. Zu Rooss.

Wertung der bisherigen Deutungen
Broggis Vermutung dürfte nicht zutreffen; die Belegformen passen nicht zu rtr. ruver m. 'Eiche', das in der Namenwelt Unterrätiens meist als Rufer( s) auftritt.

Deutung
Uneindeutige Bezeichnung:
a) Das Bestimmungswort wird zum Baumnamen Esche (Fraxinus) gehören. Daneben muss aber auch der alte Rechtsbegriff Esch m./f. erwähnt werden: 'Saatfeld, das der Fruchtfolge in der Dreifelderwirtschaft unterliegt; Feldflur' (der Terminus würde bei uns allerdings auffallen).
b) Im Grundwort kann mda. Ros f. 'Hanfröste, Hanfgrube' gesehen werden, daneben aber ebenso mda. Ross n. 'Pferd'.

rössen
Ross
Esche
Esch