Alle Gemeinden Balzers Triesen Triesenberg Vaduz Schaan Planken
Eschen Mauren Gamprin Schellenberg Ruggell  
Namensuche      Liste
Rhein  (Eschen)
440 m; 755,680 - 230,000 2-H/I

r̠Œ (d¼̠r- / —n ~ / —m ~ / fœm ~)
Talfluss westlich des Dorfes Eschen, Grenze zur Schweiz.

Historische Belege
1332 Rine (LUB I/1; S. 193): "... vnd daz Rietmat bi dem ~ ..."
1370 Rine (LUB I/6; S. 17): "... von dannan den ~ vf vntz gen Gtemberg ..."
Mitte 15. Jh. Rin (LUB I/2; S. 317): "... vff Schaner meder gelegen bˆy dem ~ ..."
Mitte 15. Jh. Rin (LUB I/2; S. 352): "... manmad wisen gelegen vff Schan meder, stossend ainhalb ann ~, z der andren an Nollen, vffwertz an Hannsen Koch z Brendren."
~1510 r̀yn (LUB I/4; S. 252): "wis vff, Lawal, gelegen, Stost vffwert dem landnach, och gegen dem berg wert vnd jnwerrt gegen dem dorff balczers, an die gemainen wisen, gegen dem ~ werrt an das Hofgt z gtenberg, vnd abwert dem landnach an ... gt."
1556 Rein (SchäL 63a/b; a, fol. 3b): "... Pet Rig Vnnd Hannss Gantner Ab Ainem Ackher in Hellenparthen genannt, Stost gegn dem Berg An Hanns Marockhen Erben lehenguet, Aufwerts dem land nach An sein Peter Rigen Kinder guot, gegen dem ~, An Thebus Kindlin, Abwerts dem land nach An Maria Niggin Erben lehenguot ..."
Anfang 17. Jh. Rein (LUB I/2; S. 367): "ain stuckh ... ligt z Schönenḃul jn Eschner kil[ch]spel, stost gegen die Tonnengaß an Frig Knabenknecht, gegen das riet an ... gt ... gegn dem ~ wert an ..."
1604 Rein (U 61; fol. 3b): "... guet, auff Lawalss gelegen, stost ietziger Zeit Abwert dem Landt nach an Die Allgmain an grossen Hag, gegen Dem Berg an Hannss Nuten Erben, Auffwert dem Landt nach an des hailigen guet vndt gegen Dem ~ an die Landtstrass ..."
1634 (1781) Rhein (SchäU 123a/b; a, fol. 1a): "... und dann der Gredi nach ainer Auw zu, weliche im ~ steht ..."
1684 Rehin (PfABe Urb 1684; S. 137, Z 9): "... ein Püntlein in der Rehin Gaass gelegen stost vnderhalb gegen den ~ an die Eschen dan an den Schwin bogen ..."
1721 Rhenus fluvius (Heber-Karte)

Wertung der historischen Belege
Die Belegreihe enthält nur eine kleine Auswahl an (nicht auf Eschen beschränkten) Nennungen des Flussnamens.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 88: Rhein [r̠‹].
Hopfner 1928, 38: Rhein. Ursprünglich wohl Ricanos, das sich als gall. Personenname erhalten hat.

Besprechung der bisherigen Nennung
Wie schon die oben angeführte Belegform von 1809 zeigt, scheint im 19. und zu Beginn des 20. Jhs. zeitweise auch eine an den Dorfnamen Rankweil angeknüpfte Lautung existiert zu haben.

Deutung
Der Name des Flusses Rhein findet sich erstmals bei Pytheas von Massilia im 4. vorchristlichen Jahrhundert als Rh̠enos. In ihm lebt ein idg. *REINOS 'Fluss, Strom' weiter, und zwar in keltischer Lautform, denn das Keltische hat idg. -EI- zu -̂E- weiterentwickelt. Unser mundartliches R̠‹ geht dagegen auf ahd. r̠‹n zurück, das die germanische Entwicklung von idg. -EI- zu -̅I- zeigt; das neuhochdeutsche Rhein ist seinerseits durch Diphthongierung des Vokals aus ahd. r̠‹n hervorgegangen.

Rhein