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Renkwiler  (Eschen)
480 m; 758,3 - 231,3 5-G

r̀“¾̅kw̄Œl¼r (d¼̠r- / —n ~ / ¥f¼m ~ / fœm ~)
Hügelkuppe und Strasse im Dorf Eschen, nördlich des Gebiets Kolplatz, an der Gemeindegrenze zur Mauren, mit Bäumen.

Historische Belege
1555 änckhwiler (Pfäf 22/1; fol. 1r, Z 22): "der Wein Zehnt so ein Pfarrher vor Sein Theill einzücht. ... 4. etwaß im ~."
1579 Enckweiler (Pfäf 22/5; fol. 5r, Z 33): "... wein garten geben allain dem pfarher zu Escha den zechenden. ... 4(.) ~."
1650* Änckhweiler (PfAE KR 1650; S. 73, Z 31): "... ein Stúck heüwgútt jm ~ stost ... abwert ... gegen Rhein an Schleipfweg."
1684 (1661) Engtwèyler (PfABe Urb 1684; S. 45, Z 14): "... vermög de anno 1661 ... verförtigten ... brieffs ... ein Sthukh guth, Im ~ gelegen [stosst] ... an die Gass vnd herrschafft wingarten ..."
1698* Enckhweiller (LUB I/4; S. 473): "Ein Weingarten zú Eschen genant ~ ... stost an die algemein, vnd zú zweý seiten an die Strass"
1737 Engweiler (AS 2/7; fol. 178r, Z 17): "Item ein Stúckh Weingarthen an der Leimb-Grúeb im ~ genant, stost aúf Veldtkirch zú an das Geúdigen Feldt ..."
1741 Engenweiler (AS 2/22; fol. I 21v, 4. Sp. Z 13-14): "1 Weingarten im ~"
1749 Renkwiller (AS 2/21; fol. I 14v, 4. Sp. Z 1-2): "1 Acker im ~."
1757 Renckwiler (AS 2/8; fol. 81v, Z 10): "... 1 Stuck Heúgút im ~ [stösst] ... gegen Rhein an die Landstras ..."
1765 Renckhwèyler (AS 2/8; fol. 239r, Z 28): "... ein Stúckh Heügúth in ~ [stösst] aúfwerts an die Gasß ..."
1771 Renckwiller (AS 2/9; fol. 95r, Z 18): "... ein Stúck acker im ~ gelegen ..."
1776 Renkweiler (RA 65½/2; fol. 2r, Z 9): "... Heúgúth oder Büchel im ~ genannt, stößt aúfwerts gegen Schan an die Gemeindts-Gaß ..."
1779 Renkweiler (AS 2/22; fol. I 5v, 4. Sp. Z 4): "1 Heúgút im ~ [stosst] ... Bergwärts [an den] Leimgrúbwingert."
1795 Renkweiler (AS 2/22; fol. II 2v, 4. Sp. Z 25): "1 Stuck Heúgút im ~ [stosst] ... Rheinwärts [an die] Gütigengaß ..."
1809 Rangweiler (AS 2/21; fol. II 144v, 4. Sp. Z 9): "[1] Weingarten in der Leimgrúb der ~ genannt."

Wertung der historischen Belege
Die alten Belege zeigen, dass das anl. R- des heutigen Namens jung, d. h. bloss sekundär (offenbar erst im 18. Jh.) an den Namen getreten ist. Damit ist für die Deutung von einem /e¾kwil¼r/ auszugehen. Die Belegform 1809 scheint an den Vorarlberger Ortschaftsnamen Rankweil anzuknüpfen.

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 87: Rankwiler [im r̀a¾kw̠‹l¼r].

Deutung
Das Eschner Hinderdorf zwischen Herawingert und heutigem Renkwiler bildet eine vom Schulzentrum aus gegen Tal nordöstlich ansteigende und sich zwischen den beidseitigen Hügeln verengende Nische. Dieser Umstand bietet eine offenkundig wirkende Deutungsmöglichkeit als mda. der eng( g) Wiler 'der enge Weiler'. Das heute anlautende R- ist aus dem bestimmten Artikel (der) agglutiniert worden.

eng
Weiler