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Platz, auf -  (Eschen)
4-G

Unbekannt; Ackerland und Weinberg, an der Fahrgasse und unterhalb der Allmend gelegen; wohl örtlich identisch mit Platzer (siehe unten), also auf der Terrasse nordwestlich über Eschen, beim Schönabüel.

Historische Belege
1363* placze (LUB I/3; S. 291): "Item Üli prändlin von Schenbül gibt von ainem akher ze ~ ..."
1363* zeplacz (LUB I/3; S. 312): "Item Vlin prändlin von Schönbüll gibt von ainem akher ~ ..."
1. H. 15. Jh. vff Platz (LUB I/2; S. 347): "gond ab ainem wingart, haist ~, stost vnda vnd nebenzich an min herren von Brandes, oben an die strsß ..."
1665 àuf Blatz (PfAE KR 1650; S. 22, Z 30): "... ein Wingarten ~ ..."
1698* auf Plaz (LUB I/4; S. 555): "ackher ~ vornen an die Landtstrass vnnd an St. Lúcis gúett hinden an Weingartten, oben an die Allgemein, vnnd die herrschaft"
~1701 Blaz (RA 11/7/2; fol. 19r, Z 22): "... ein Stickhlein weingarten in dem ~ genant ..."
1720 àuff Platz (AS 2/4; fol. 110r, Z 21): "Ein stückhle weingartten ~ ..."
1749 àuf Platz (AS 2/22; fol. I 44v, 4. Sp. Z 24): "1 Weingarten ~"
1767 àuf Platz (AS 2/9; fol. 27r, Z 8): "... ein Weingarthen ~ [stosst] ... gegen Rhein an die Fahrgasß ..."

Deutung
Zu rtr. plaz( za) m. (f.) 'Platz, Stelle'; vielleicht auch erst zu dt. Platz m. Als Name bezeichnet das Wort nebst Dorfplätzen auch Abschnitte freien, flachen Geländes, was für den Raum Platzer zutrifft. Die artikellose Verwendung ("uf Platz, ze Platz") könnte dafür sprechen, dass der Name von den alemannischen Besiedlern bereits als Teil des rtr. Namensubstrats vorgefunden wurde und daher gar nicht als Appellativ empfunden wurde. Jedoch gibt es solche artikellose Verwendung auch bei durchaus deutschen Namen nicht selten.

Platz
plaz(za)